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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Bienenfresser

Ein Bienenfresser hat einer Biene im Schnabel (Bild: www.colourbox.com)

Merops apiaster

Die Bienenfresser tragen ihren Namen, weil sie am liebsten Bienen, Wespen und Hummeln fressen.
Aussehen
Bienenfresser auf einem Baum mit Beute im Schnabel (Bild: SWR)Bienenfresser sind die farbenprächtigsten Vögel, die es in Europa gibt. Das liegt daran, dass sie zu einer Vogel-Gruppe gehören, die in den Tropen zu Hause ist: sie gehören zu den Rackenvögeln und sind mit unseren Eisvögeln verwandt.

Ihr Rücken ist kastanienbraun, der Bauch leuchtend blaugrün. Die Kehle ist gelb und unten durch ein schwarzes Band vom Bauch abgegrenzt. Wenn sie fliegen, kann man die rostbraune Flügel-Unterseite erkennen.
Zwei Bienenfresser auf einem Ast (Bild: SWR)Ihr Schnabel ist lang und kräftig.
Die Weibchen sind etwas blasser gefärbt als die Männchen. Die mittleren Schwanzfedern sind ein bisschen verlängert und ragen aus dem Schwanz hervor.
Bienenfresser sind ziemlich groß: sie werden vom Schnabel bis zum Schwanz 28 cm lang, wiegen aber nur 50 bis 60 Gramm.
Heimat
Ein Bienenfresser sitzt an einem Hang (Bild: SWR)Bienenfresser leben in Nordafrika und von Südeuropa bis Nordindien.
Aber fast jedes Jahr verirren sich einige Bienenfresser auch nach Deutschland: einige Paare haben schon am Kaiserstuhl bei Freiburg (Südwest-Deutschland) und sogar in der Nähe von Hamburg gebrütet.
Lebensraum
Steiler Hang an dem Bienenfresser ihre Höhle haben (Bild: SWR)Bienenfresser mögen zwar trockene Gebiete wie Halbwüsten, Steppen oder Baumsteppen, leben dort aber meist in der Nähe des Wassers.
Sie brauchen steile Hänge mit weichem Boden wie etwa Ton oder Lehm oder sandige Böschungen, wo sie ihre Bruthöhlen graben können.
Oft findet man sie an steilen Fluss-Ufern oder an den Hängen von Sandgruben.
Rassen und Arten
Es gibt 24 verschiedene Bienenfresser-Arten, die von Europa bis nach Australien vorkommen.
Bekannt sind neben dem europäischen Bienenfresser: der Blau-Wangen-Spint, der Schmuck-Spint, der Scharlach-Spint und der Karmin-Spint.
Autorin: Barbara Kiesewetter