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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Braunbär

Nah dran: Braunbären

Redaktion: Oliver Neitzel
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Einen ganz schönen Bärenhunger haben die beiden Bären, die OLI mit seiner OLIcam bei ihrer Suche nach Futter filmt.
Ein Braunbär sitzt in seinem Gehege auf einem Baumstamm. (Bild: dpa Picture-Alliance)

Ursus arctos

Braunbären sind zwar hübsch anzusehen, aber wenn man ihnen zu nahe kommt, kann das richtig gefährlich werden.
Aussehen
Ein Bär klettert auf einen Felsvorsprung (Bild: SWR)Jeder erkennt sie auf den ersten Blick: Braunbären sind die bekanntesten Vertreter aus der Familie der Bären.
Mit ihrem breiten Kopf, der langen Schnauze und den kleinen runden Ohren sehen sie aus wie richtige Kuschel-Teddys. Aber Vorsicht: Sie gehören zu den Raubtieren!

Je nachdem, wo sie leben, sind sie klein oder riesengroß: Sie können zwischen zwei und drei Metern lang sein und 150 bis 780 Kilogramm wiegen - fast so viel wie ein kleines Auto.
Ein Kodiak-Bär steht aufrecht im Wasser (Bild: SWR)Die kleinsten Braunbären leben in den Alpen und sind gerade mal so groß wie ein Bernhardiner.
Braunbären in Skandinavien und Westrussland sind schon bedeutend größer.
Wahre Riesen unter den Braunbären findet man in Asien und Nordamerika: die Grizzlybären und die zum Teil über 700 Kilogramm schweren Kodiak-Bären sind die größten Landraubtiere der Erde.
Ein Kodiak-Bär sitzt im Wasser und beißt auf einem Ast herum (Bild: SWR)Auch die Farbe ihres dicken Fells ist ziemlich verschieden: von rotblond über hell- und dunkelbraun bis braun-schwarz. Manche, wie die Grizzlys, sind eher grau - deshalb werden sie auch Graubären genannt.
Alle haben kurze, kräftige Beine mit großen Tatzen und langen Krallen, die sie - anders als Katzen - nicht einziehen können.
Braunbären haben nur einen winzigen Stummelschwanz. Er ist so klein, dass er in dem dichten Fell völlig versteckt und nicht zu sehen ist.
Heimat
Braunbär im Wald (Bild: SWR)Braunbären waren früher vom Westen Nordafrikas bis Europa (außer auf Island und den Mittelmeerinseln), in Asien (bis Tibet) und in Nordamerika zu Hause. In vielen Regionen wie Nordafrika und in Westeuropa wurden sie ausgerottet.
In manchen Gebieten Europas gibt es aber auch heute noch ein paar Tiere.
In Österreich wurden inzwischen einige wenige Bären wieder angesiedelt. Die meisten Braunbären gibt es heute in Russland und Nordamerika. In Europa soll es - jeweils verteilt auf kleine Gebiete - in Spanien, Russland, der Türkei, Skandinavien und Italien noch etwa 10.000 Braunbären geben.
Lebensraum
Braunbären wohnen am liebsten in großen, ausgedehnten Laub- und Nadelwäldern. Weit im Norden leben sie aber auch in der Tundra.
Rassen und Arten
Vom Braunbär gibt es viele verschiedene Unterarten, die sich in Größe und Farbe stark voneinander unterscheiden: Europäische Braunbären leben in Mittel-, Süd-, Nord- und Osteuropa, der Isabell-Braunbär im Himalaya, der Syrische Braunbär in Syrien. Der Kamtschatka-Bär lebt an der russischen Pazifikküste und ist viel größer als seine europäischen Verwandten.
Ein Kodiak-Bär (Bild: SWR)Die größten Braunbären findet man in Nordamerika: Es sind der Grizzlybär und der Kodiak-Bär.

Der Kodiak-Bär ist der Riese unter den Braunbären und gilt als das mächtigste Landraubtier der Erde: Die Männchen werden bis 800 Kilogramm schwer, manche sogar bis 1000 Kilogramm, die Weibchen bis zu 500 Kilogramm.
Der Kodiak-Bär kommt nur auf der Kodiak-Insel - nach der er benannt wurde - sowie einigen benachbarten Inseln vor der Südküste von Alaska vor. Die Lebensweise des Kodiak-Bären entspricht der der übrigen Braunbären.
Lebenserwartung
Braunbären werden bis zu 35 Jahre alt.
Autorin: Barbara Kiesewetter