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Chamäleon

Steckbrief: Chamäleon

Redaktion: Oliver Neitzel
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Chamäleons sind Verwandlungs-Künstler: Je nach Stimmung können sie ihre Farbe ändern. Noch viel mehr Infos schreibt OLI ins Tierlexikon.
Ein farbenprächtiges Jemen-Chamäleon (Bild: picture alliance / dpa)

Chamaeleo

Chamäleons sind die Verwandlungs-Künstler des Tierreichs: Je nach Stimmung können sie ihre Farbe und Gestalt ändern.
Aussehen
Kleines Chamäleon (Bild: SWR)Chamäleons gehören zu den Reptilien (Kriechtieren) und sehen wie Echsen aus: Sie besitzen einen langgestreckten Körper, vier Beine und einen langen Schwanz.

Die kleinsten Arten sind gerade mal dreieinhalb Zentimeter groß, die größten werden bis zu einem Meter lang.

Elefantenohrchamäleon (Bild: SWR)Auffällig ist der Kamm auf dem Rücken und der helmartige Fortsatz auf dem Kopf.
Manche tragen sogar kleine Hörner auf der Nase.
Unverwechselbar sind ihre Augen: Sie sind groß, stehen am Kopf hervor wie kleine Kugeln und können sich unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen bewegen. Mit ihnen können manche Arten bis zu einem Kilometer weit scharf sehen.
Weibliches Pantherchamäleon (Bild: SWR)Da die oberste Schicht der schuppenartigen Haut hart ist, kann sie nicht wachsen. Chamäleons müssen sich deshalb regelmäßig häuten. Damit sie ihre alte Hülle leichter abwerfen können, reiben sich die Tiere oft an Ästen oder Steinen.
Ein Pantherchamäleon häutet sich (Bild: SWR)Chamäleons sind perfekt an ein Leben auf Bäumen angepasst.
Sie können sich auch bei Wind gut festhalten, weil ihre Hände und Füße zu richtigen Greifzangen umgebildet sind:
Die Zehen und Finger sind zu zweien und dreien miteinander verwachsen.
Fuß eines Chamäleons (Bild: SWR)Das Bündel mit den drei Zehen oder Fingern weist nach innen, das mit zweien nach außen.

Auch der Schwanz dient zum Festhalten: er kann sich um Äste wickeln und das Tier zusätzlich sichern.
Der Schwanz eines Chamäleons umwickelt einen Ast (Bild: SWR)Deshalb ist er auch besonders stabil und kann nicht wie bei anderen Echsen abbrechen und erneut nachwachsen.

Männchen und Weibchen lassen sich am Fersensporn unterscheiden: das ist ein Fortsatz hinten am Bein, den nur die Männchen haben.
Ein buntes Pantherchamäleon-Männchen (Bild: SWR)Eines der bekanntesten Chamäleons auf Madagaskar ist zum Beispiel das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis).
Die Männchen werden 40 bis 52 Zentimeter lang, die Weibchen bis zu 30 Zentimeter.

Sie sind - je nach Herkunftsgebiet - sehr verschieden gefärbt.
Ein Pantherchamäleon-Weibchen (Bild: SWR)Die Männchen sind grün bis türkis und tragen an den Körperseiten helle, manchmal auch rote Streifen. Die Weibchen sind meist unscheinbarer.

Pantherchamäleons kommen ursprünglich zwar nur auf Madagaskar vor, wurden vom Menschen aber auch auf die Inseln Mauritius und La Réunion, die östlich von Madagaskar im Indischen Ozean liegen, eingeschleppt.
Heimat
Chamäleons gibt es nur in der sogenannten alten Welt, also in Afrika, in Südeuropa und in Süd- und Südwestasien.
Lebensraum
Chamäleons sind Baumbewohner: Sie halten sich vor allem auf den Ästen von Bäumen und Sträuchern auf, manchmal auch im niedrigen Gestrüpp.

Arten, die in Regionen leben, in denen es wenig Pflanzen gibt, sind an ein Leben auf dem Boden angepasst.
Rassen und Arten
Es gibt etwa 70 Chamäleon-Arten. Besonders viele verschiedene Arten leben auf der Insel Madagaskar vor der Südostküste Afrikas.
Lebenserwartung
Im Terrarium leben Chamäleons vier bis fünf Jahre. Wie alt sie in der Natur werden, ist nicht bekannt.
Autorin: Barbara Kiesewetter