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Tierlexikon

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Krickente (Bild: SWR)

Entenvögel


Anatidae

Enten, Gänse, Schwäne und Säger sind nah miteinander verwandt. Sie leben fast immer am Wasser und alle besitzen Füße mit Schwimmhäuten.
Aussehen
Eine große Gruppe verschiedene Entenvögel auf dem Wasser (Bild: SWR)Entenvögel bilden eine der größten Vogelfamilien mit rund 150 verschiedene Arten, die man in zwei Gruppen einteilt:
Die Gänsevögel, zu denen neben den Gänsen auch die Schwäne zählen.
Die Enten, bei denen man wiederum Schwimmenten, Tauchenten und Säger unterscheidet.

Die Füße einer Ente mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen (Bild: SWR)Entenvögel haben Schwimmhäute zwischen den Zehen.
Ihr Körper ist relativ lang und breit, sodass sie gut auf dem Wasser schwimmen.
Auf dem Land wirken sie jedoch etwas unbeholfen.

Eine Ente spreizt ihre Flügel (Bild: SWR)Auch das Gefieder der Entenvögel ist ideal für ein Leben im Wasser:
Die Flügel der Entenvögel sind meist kurz und kräftig.
Mit ihnen können sie weite Strecken zurücklegen, sind aber keine sehr eleganten Flieger.

Eine Ente putzt sich (Bild: SWR)Über dem warmen Daunenkleid liegen dichte Federn.
Entenvögel fetten ihre Federn regelmäßig mit einer öligen Substanz aus der so genannten Bürzeldrüse.
So wird das Gefieder Wasser abweisend und Wasser perlt von den Federn ab.
Ein Entenschnabel mit Hornlamellen von unten betrachtet (Bild: SWR)Die Schnäbel der Entenvögel sind ziemlich flach und breit.
Sie haben am Rand Hornlamellen und können damit kleine Pflanzen aus dem Wasser fischen.
Bei den Sägern sind sie zu kleinen Zähnchen umgebildet, mit denen sie ihre Beute, zum Beispiel kleine Fische, gut festhalten können.
Eine männliche Stockente (Bild: SWR)Bei fast allen Entenvögeln tragen die Männchen ein prächtigeres Gefieder als die Weibchen.
Sehr schön sieht man das an den bekannten Stockenten-Männchen, die teilweise grün und blau schillernd gefärbt sind.
Heimat
Entenvögel gibt es rund um die Welt: Sie sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis zu finden. Streifengänse sind sogar noch in 5000 Metern Höhe in den Hochebenen Zentralasiens zu finden.
Lebensraum
Eine Hawaiigans sitzt an Land und ruht sich aus (Bild: SWR)Entenvögel leben fast immer an Gewässern. Je nach Art reicht ihnen ein kleiner Teich in einem Stadtpark oder sie besiedeln große Seen oder Meeresküsten.
Ausnahmen sind nur die Hühnergans aus Australien und die Hawaiigans: Sie leben ausschließlich auf dem Land.
Rassen und Arten
Ein Schwan und eine kleine Ente (Bild: SWR)Trotz aller Ähnlichkeiten sind die etwa 150 Arten der Entenvögel ganz unterschiedlich:
Das Spektrum reicht von der bekannten Stockente, den bunten Mandarinenten bis zu Gänsen und Schwänen. Typisch für Gänse und Schwäne ist jedoch der lange Hals.
Zwei Zwergsäger im Wasser (Bild: SWR)Am wenigsten bekannt sind Säger wie der Zwergsäger oder Mittelsäger:
Sie sind zwar ähnlich gebaut wie Enten, doch ihr Schnabel gibt ihnen ein anderes Aussehen:
Er ist schlanker als ein Entenschnabel, an den Kanten gesägt und an der Spitze hakenförmig gebogen.
Lebenserwartung
Enten werden nur etwa drei Jahre alt, Gänse bis zu fünf, Schwäne können immerhin 20 Jahre lang leben. Sehr viele Tiere sterben aber schon sehr jung und werden gar nicht erst erwachsen, weil sie Raubtieren zum Opfer fallen. In Gefangenschaft können Entenvögel jedoch sehr viel älter werden als in der Natur.