Alltag

Typisch für Entenvögel ist die Art, wie sie nach Futter suchen.
Schwimmenten gründeln, das heißt, sie tauchen Kopf und Hals ins flache Wasser und fischen mit den Lamellen ihres Schnabels nach Futter. Beim Gründeln ragt ihr Po aus dem Wasser - ein Anblick, den jeder kennt.

Auch Tauch- und Moorenten gründeln, sie können aber auch zum Grund tauchen und dort Krebse finden.
Gänse kommen zum Fressen an Land.
Und Säger sind dank der zu kleinen Zähnchen umgewandelten Schnabellamellen prima Fischjäger.

Neben der Futtersuche pflegen Entenvögel ausgiebig ihr Gefieder:
Mit dem Schnabel nehmen sie aus der Bürzeldrüse am Po eine ölige Flüssigkeit auf und streichen damit sorgfältig jede Feder ein. Denn nur wenn das Gefieder wasserdicht ist, können sie auf dem Wasser schwimmen.

Dort wo es das ganze Jahr warm ist bleiben Entenvögel meist in ihrer Heimat.
In Europa oder der Arktis sind Entenvögel aber Zugvögel. Das heißt sie fliegen jedes Jahr Tausende von Kilometern zu ihren Winterquartieren in wärmeren Regionen.
Freunde und Feinde
Entenvögel sind eine begehrte Beute für Raubtiere wie beispielsweise Füchse: Vor allem Jungtiere fallen ihnen zum Opfer. Aber auch die Eier sind für Füchsen, Raubmöwen und anderen Tieren ein wahrer Leckerbissen.
Nachwuchs

Enten brüten meist paarweise. Gänse sammeln sich zur Brutzeit in großen Kolonien. So sind die Eier und Jungen besser vor Feinden geschützt.
Viele Entenvögel sind monogam, das heißt, die Paare leben viele Jahre oder - wie Gänse und Schwäne - ein Leben lang zusammen.

Je größer die Eier sind, umso länger müssen die Eltern brüten. Zwergenten brüten zum Beispiel nur 22 Tage, Schwäne dagegen etwa 40 Tage.
Sobald die jungen Entenvögel geschlüpft sind, können sie schwimmen und laufen. Sie werden in den ersten Wochen von den Eltern beschützt und zu den Futterplätzen geführt.
Sprache
Enten quaken. Dass dies allerdings nur die Weibchen tun, wissen viele nicht. Die Männchen pfeifen meist oder geben andere Laute wie etwa ein Grunzen von sich. Gänse schnattern, rufen und zischen, manche Gänse lassen pfeifende Rufe hören. Am lautesten ist die Stimme der Schwäne: Ihre trompetenartigen Rufe sind weit zu hören.