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Erdmännchen


Suricata suricatta
Alltag
Mehrere Erdmännchen suchen auf dem Boden nach Futter (Bild: SWR)Erdmännchen leben in Familien, die sich zu Kolonien von bis zu 30 Tieren zusammentun und in Bauen oder Erdspalten wohnen. Weil sie Wärme lieben, sieht man die tagaktiven Tiere oft vor ihren Bauen in der Sonne sitzen. Vor allem in den Morgenstunden nehmen sie ein Sonnenbad, um sich aufzuwärmen.
Wenn sie ruhen, sitzen sie auf dem Po, Hinterbeine und Schwanz sind dabei nach vorn gerichtet. Nachts kuscheln sie sich, um sich zu wärmen, zu mehreren in ihrem Bau zusammen.
Ein Erdmännchen buddelt im Sand (Bild: SWR)Erdmännchen wechseln sich bei den notwendigen "Arbeiten" immer wieder ab: Während einige Tiere ganz entspannt in der Sonne sitzen, beobachten einige hoch aufgerichtet und auf den Hinterbeinen sitzend die Umgebung. Wieder andere Tiere der Kolonie graben den Bau, und wieder andere suchen nach Nahrung. Nach einiger Zeit wird gewechselt.
Drei Erdhörnchen sehen sich um (Bild: SWR)Die Tiere, die Wache halten, warnen ihre Artgenossen. Entdecken sie etwas Ungewöhnliches, stellen sich auf die Zehenspitzen und stützen sich mit dem Schwanz ab. Droht Gefahr durch Greifvögel, stoßen sie einen schrillen Alarmruf aus. Für die anderen ist dies das Signal, blitzschnell in ihrem unterirdischen Bau zu verschwinden.
Erdhörnchen bleiben auch bei der Futtersuche immer in der Nähe ihres Baus. Deshalb kommt es rasch zu Futtermangel. Die Tiere müssen deshalb regelmäßig umziehen: Sie wandern ein Stück weiter und graben einen neuen Bau, wo sie dann wieder für einige Zeit genug Nahrung finden. Manchmal übernehmen sie auch verlassene Baue anderer Tiere.
Zwei Erdmännchen stehen aufrecht, während andere um sie herum laufen (Bild: SWR)Erdmännchen sind sehr futterneidisch - selbst wenn sie satt sind, versuchen sie Artgenossen, das Futter abzujagen. Doch diese verteidigen ihre Beute, indem sie mit ihrem Hinterteil die Konkurrenten wegdrängen. Nähern sich mehrere Artgenossen, stellen sie sich mit den Vorderfüßen auf die Beute und drehen sich im Kreis.
Drei Erdmännchen sitzen im Sand (Bild: SWR)Erdmännchen besitzen spezielle Duftdrüsen, mit dem sie ihr Revier markieren, außerdem erkennen sie am Duft die Mitglieder ihrer Kolonie. Erdmännchen schätzten nicht nur die Gesellschaft ihrer Artgenossen.
Oft leben sie auch mit den zu den Nagetieren gehörenden Erdhörnchen im selben Bau zusammen.
Freunde und Feinde
Die Feinde der Erdmännchen sind Greifvögel wie zum Beispiel Geier. Werden Erdmännchen angegriffen, werfen sie sich auf den Rücken und zeigen dem Angreifer Zähne und Krallen. Wollen sie einem Feind drohen, richten sie sich hoch auf, wölben den Rücken, sträuben ihr Fell und knurren.
Nachwuchs
Erdmännchen können sich das ganze Jahr über fortpflanzen. Nach elf Wochen Tragzeit bringen die Weibchen zwei bis vier Junge zur Welt. Diese wiegen nur 25 bis 36 Gramm, sind noch blind und taub und deshalb völlig hilflos. Erst nach zwei Wochen öffnen sie die Augen und Ohren.
Die ersten zwei bis drei Monate werden sie gesäugt. Ab sechs Wochen bekommen sie aber von der Mutter auch hin und wieder feste Nahrung.
Mit drei Monaten sind die Kleinen selbstständig, bleiben aber im Familienverband. Mit einem Jahr werden Erdmännchen geschlechtsreif. Bei der Aufzucht der Jungen helfen alle Mitglieder der Kolonie zusammen.
Sprache
Bei Gefahr stoßen Erdmännchen schrille Rufe aus. Oft bellen oder knurren sie. Um zur warnen, geben sie auch glucksende Laute von sich.