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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Esel

Nah dran: Esel

Redaktion: Katrin Grünewald
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OLI lernt einige Eselrassen aus Frankreich kennen und er erfährt, was es bedeutet, wenn Esel die Ohren nach vorne richtet.
Zwei junge Esel tollen herum (Bild: picture-alliance/ dpa)

Equus asinus asinus

"Esel" wird auch als Schimpfwort benutzt im Sinne von "Dummkopf". Eine "Eselsbrücke" ist ein Satz oder Wort, das helfen soll, sich etwas zu merken oder zu verstehen.
Aussehen
Vier Esel beim Rennen (Bild: SWR)
Esel gehören zur Familie der Pferde und sehen ein bisschen aus wie ein zu kleines Pferd mit zu großem Kopf und zu großen Ohren.

Sie haben eine kurze, aufrecht stehende Mähne, sind oft grau gefärbt und tragen einen dunklen Strich auf dem Rücken; manche haben auch Streifen auf den Beinen.

Rund um die Augen und das Maul sind sie meist heller - genauso wie am Bauch.
Ein Somali-Wildesel von hinten (Bild: SWR)Anders als beim Pferd hat der Schwanz keinen Schweif aus langen Haaren, sondern nur eine kurze Quaste.

Esel werden nach ihrer Schulterhöhe in verschiedene Gruppen eingeteilt:
Zwerg-Esel sind nur 80 bis 105 Zentimeter hoch, Normal-Esel werden bis zu 135 Zentimeter groß, und Riesen-Esel sind größer als 135 Zentimeter. Entsprechend unterschiedlich ist auch ihr Gewicht: Sie können zwischen 80 und 450 Kilogramm wiegen.
Heimat
Ein Somali-Wildesel frisst Gras (Bild: SWR)Hausesel stammen vom Nubischen Wildesel, vom Nordafrikanischen Wildesel und vom Somali-Wildesel ab. Sie alle lebten in verschiedenen Teilen Nordafrikas.
Der Nubische und Nordafrikanische Wildesel gelten heute als ausgestorben. Vom Somali-Wildesel sollen noch einige wenige hundert Tiere in Nordostafrika (Somalia und Äthiopien) leben.
Lebensraum
Piotou-Esel laufen auf dem Feld (Bild: SWR)
Die Heimat der Wildesel ist ein karges und raues Land: Sie stammen aus den bergigen Steinwüsten Nordafrikas. Deshalb kommen sie auch mit nur wenig Nahrung wie Disteln und hartem Gras aus und überleben auch ein paar Tage ohne Wasser.
Als Haustiere gehaltene Esel gibt es in Europa, Asien und Nordafrika. Die Spanier brachten Esel auch nach Südamerika.
Rassen und Arten
Anders als bei den Pferden gibt es bei den Eseln nicht so viele Rassen. Sie lassen sich vor allem an Hand der Größe und der Farbe voneinander unterscheiden.
Eine Poitou-Esel-Mama und ihr Junges (Bild: SWR)Der größte ist der französische Poitou-Esel:
Er ist 150 Zentimeter hoch, wiegt bis zu 400 Kilogramm und hat ein sehr langes, gelbbraunes bis schwarzbraunes Fell.
Rund um das Maul ist das Fell weiß und er hat weiße Augenringe.

Esel, die in den Alpen gezüchtet wurden, sind etwas kleiner und beweglicher. Mit zu den kleinsten gehört der Makedonische Esel: Er wird nur einen Meter hoch.

Außerdem gibt es auch noch Kreuzungen aus Eseln und Pferden: Ist die Mutter ein Esel und der Vater ein Pferd, nennt man das Tier Maulesel, ist die Mutter ein Pferd und der Vater ein Esel, nennt man den Nachwuchs Maultier. Beide sind größer als normale Esel, können sich aber nicht fortpflanzen, d. h. sie bekommen keine Jungen.
Lebenserwartung
Esel können bis zu 50 Jahre alt werden.
Autorin: Barbara Kiesewetter