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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Flamingo

Steckbrief: Flamingos

Redaktion: Katrin Grünewald
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OLI weiß jetzt: Flamingos halten ihren Kopf beim Essen verkehrt herum und nutzen ihren Schnabel wie ein Sieb.
Ein Flamingo putzt sich (Bild: picture alliance / dpa)

Phoenicopterus

So sieht nur ein Vogel aus: Lange Beine, langer Hals, gebogener Schnabel und ein leuchtend rosa Gefieder sind das Markenzeichen des Flamingo.
Aussehen
Mehrere Flamingos an einem Teich (Bild: SWR)Flamingos wurden viele Jahre zu den Stelzvögeln gezählt. Dann hieß es, sie seien mit den Entenvögeln verwandt.

Inzwischen bilden die Flamingos in der Klasse der Vögel eine eigene Ordnung mit sechs verschiedenen Arten, die einander ziemlich ähnlich sind. Der größte und am weitesten verbreitete ist der Rosaflamingo.
Von der Schnabel- bis zur Schwanzspitze messen Flamingos je nach Art zwischen 80 und 130 Zentimeter, von der Schnabelspitze bis zu den Zehen sogar bis zu 190 Zentimeter. Sie wiegen zwischen 2,5 und 3,5 Kilogramm. Der gebogene lange Hals der Flamingos und ihre langen dünne Beine sind besonders auffällig.
Ein besonderes Merkmal ist der Schnabel. Er wirkt im Verhältnis zum schmalen Körper sehr klobig und ist in der Mitte nach unten abgeknickt.
Zwei Flamingo-Federn (Bild: SWR)Ihr Gefieder ist in unterschiedlichen Rosa-Tönen gefärbt - je nachdem, was sie fressen. Manche Arten haben nur rosa Federn.
Die Enden der Flügelschwingen beim Andenflamingo und beim Roten Flamingo sind schwarz.

Männchen und Weibchen sind bei allen Arten kaum zu unterscheiden.
Heimat
Flamingos sind Weltenbummler. Sie kommen in Nord- und Ostafrika vor, in Südwest- und Zentralasien, in Süd- und Mittelamerika und auch in Südeuropa. Dort sind vor allem in Südspanien und Südfrankreich Brutkolonien des Rosaflamingo.
Eine kleine Kolonie aus verschiedenen Flamingos hat sich sogar im Zwillbrocker Venn, einem Gebiet an der deutsch-niederländischen Grenze niedergelassen. 1982 tauchten dort die ersten elf Tiere auf. Keine anderen Flamingos auf der Welt leben so weit nördlich.
Lebensraum
Mehrere Flamingos stehen im flachen Wasser (Bild: SWR)Flamingos leben am Ufer von Seen, in Flussmündungen und in Lagunen, in denen sich salziges Meerwasser und Süßwasser vermischen.

Sie sind aber so anpassungsfähig, dass sie auch an extrem salzigen Seen leben können.
Der Andenflamingo und der James-Flamingo leben in Bolivien und Peru an Salzseen in 4000 Meter Höhe.
Rassen und Arten
Flamingo auf einer Wiese (Bild: SWR)Es sind sechs verschiedene Flamingo-Arten bekannt. Manche Wissenschaftler sind der Ansicht, dass sie alle nur Unterarten derselben Art sind.

Neben dem Rosaflamingo sind dies der Rote Flamingo (auch Kubaflamingo genannt), der Zwergflamingo, der Chileflamingo, der Andenflamingo und der James-Flamingo.
Lebenserwartung
Flamingos können zumindest in Gefangenschaft ziemlich alt werden. Der älteste in einem Zoo lebende Flamingo wurde 44 Jahre alt.
Autorin: Barbara Kiesewetter