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Das Grüne Buch

Tierlexikon

Steckbrief
Verhalten
Pflege

Frettchen


Mustela putorius furo
Alltag
Frettchen schnüffelt herum (Bild: SWR)Frettchen sind neugierig und nichts ist vor ihnen sicher:

Sie untersuchen alles, was ihnen in den Weg kommt. Sie klettern auf Tische und Fensterbänke, knabbern an allem und stöbern in offenen Schränken und Schubladen und in Papierkörben herum.


Frettchen spielt mit einem Wollknäuel (Bild: SWR)Manchmal schleppen sie sogar Stoffstücke, Decken oder Papierfetzen mit sich herum und verstecken sie in ihrer Schlafhöhle. Deshalb muss man beim Freilauf gut auf sie aufpassen.

Man kann Frettchen leicht an die Leine gewöhnen und sie dann spazieren führen wie einen Hund.
Frettchen sitzt auf einem Holzbrett (Bild: SWR)Doch darf man nie vergessen, dass sie Raubtiere sind. Sie werden zwar sehr zahm, wenn man sie ganz jung bekommt, aber wenn sie Angst haben oder erschrecken, können sie fauchen und richtig aggressiv werden - deshalb sollte auch immer ein Erwachsener mit die Verantwortung übernehmen, wenn ein Frettchen als Haustier gehalten wird.
Freunde und Feinde
Um sich zu schützen, besitzen Frettchen Stinkdrüsen: Damit spritzen sie Feinden eine übelriechende Flüssigkeit entgegen, um sie zu vertreiben.

Mit Hunden und Katzen vertragen sich Frettchen meist recht gut - vor allem, wenn sie sich von klein auf kennen. Hamster, Meerschweinchen, Mäuse oder Kaninchen kann man jedoch nicht mit Frettchen zusammen halten: Sie wecken den Jagdtrieb der kleinen Räuber; ein Frettchen würde diese Tiere sofort angreifen und sogar töten.
Jagd
Ein Frettchen läuft in seinem Käfig herum (Bild: SWR)Wie ihre wilden Vorfahren, die Iltisse, jagen Frettchen vor allem Mäuse, Ratten und Schlangen.
Weil sie so lang gestreckt und niedrig sind, können sie ihrer Beute mühelos in die unterirdischen Gänge und Bauten folgen.
Frettchen wurden früher auch bei Kaninchenjagd eingesetzt: sie stöberten die Kaninchen in ihren Bauten auf und der Jäger musste dann nur noch das flüchtende Kaninchen am anderen Ausgang seines Baus abfangen.
Nachwuchs
Am Anfang werden die jungen Frettchen nur von der Mutter gesäugt. Wenn sie etwa drei Wochen alt sind, müssen die Welpen mindestens dreimal täglich gefüttert werden. Mit etwa acht bis zwölf Wochen trennt man sie von der Mutter. Sie brauchen dann einen eigenen Käfig.