Alltag
Frösche sind Amphibien, das heißt, sie leben auf dem Land und im Wasser.
Sie sind wechselwarm: ihre Körpertemperatur hängt von der Temperatur der Umgebung ab.
Ist es kalt, werden sie langsam und träge, ist es warm, sind sie quicklebendig.

Meist werden sie erst in der Dämmerung und nachts richtig munter.
Tagsüber ruhen sie sich aus oder nehmen am Ufer oder im seichten Wasser ein Sonnenbad.
Droht Gefahr, verschwinden sie blitzschnell im tieferen Wasser.

Aber nicht alle Frösche leben im Wasser. Der bei uns bekannteste, der Laubfrosch, ist ein richtiger Klettermax: geschickt turnt er in Sträuchern und auf Bäumen herum. Seine Finger und Zehenspitzen bestehen aus scheibenförmigen Haft-Ballen, mit denen er sich wie mit Saugnäpfen an Ästen und Blättern festhalten kann.

Nur zur Fortpflanzungszeit zwischen April und Juni lebt er im Wasser; dann klettert er wieder zurück in die Bäume.
Im Herbst wandern unsere einheimischen Frösche ins Winterquartier: Sie verschlafen die kalte Jahreszeit unter der Erde und unter dichten Laubhaufen - oder sie überwintern am Gewässergrund.
Freunde und Feinde
Einige Vögel und Schlangen fressen Frösche.
Die meisten Tiere aber fressen keine Frösche, denn manche Arten geben über ihre Haut ein Sekret ab, das brennt und eklig schmeckt. Einige tropische Frösche sind sogar sehr giftig.

Sehr gefährdet ist dagegen der Frosch-Nachwuchs: Kaulquappen werden von Fischen, Enten, Molchen, Ringelnattern und großen Insektenlarven gefressen.
Damit wenigstens einige wenige Kaulquappen überleben und erwachsen werden, legen Froschweibchen viele tausend Eier.
Nachwuchs

Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier - auch Laich genannt - im Wasser ab:
Die Eier werden entweder in langen Laichschnüren oder Laichklumpen abgelegt und bleiben durch die klebrige, schützende Gallertschicht an Wasserpflanzen haften.

Ein bis drei Wochen später schlüpft aus dem Ei aber kein Frosch, sondern eine winzige Larve, die sich an Wasserpflanzen fest heftet.
Innerhalb weniger Tage entwickeln sich Mundöffnung, Augen und Schwanz: die Kaulquappe entsteht.

Sie kann frei im Wasser schwimmen, hat einen ovalen Körper, einen Schwanz und federartige Anhängsel am Kopf: Das sind die Kiemen, mit denen sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnimmt.
Kaulquappen ernähren sich von Algen sowie Resten von Pflanzen und Tieren.
Wenn die Kaulquappen mehr als zwei Zentimeter groß sind, werden Kiemen und Schwanz immer kleiner.

Im Alter von etwa fünf Wochen sind sie drei Zentimeter groß. Plötzlich sind winzige Hinterbeine zu sehen, die von Tag zu Tag größer werden.
Nach etwa sieben Wochen sind der Kaulquappe auch kleine Vorderbeine gewachsen.

Nach knapp acht Wochen bildet sich der Schwanz zurück und die pummelige Gestalt der Kaulquappe nimmt die Form eines winzigen Frosches an.
Außerdem muss sich das Fröschlein von der Kiemen- auf die Lungenatmung umstellen.

Sobald die Beine ausgewachsen und der Schwanz verschwunden ist, bilden sich die Kiemen zurück.
Aus der über drei Zentimeter langen Kaulquappe ist ein nur einen Zentimeter großes Fröschlein geworden, das schnell an die Wasseroberfläche schwimmt, um seinen ersten Atemzug zu machen und an Land zu gehen.
Sprache

Jeder weiß, wie ein Frosch quakt. Dass so kleine Tiere so laut rufen können, liegt an ihrer Schallblase: Manche Frösche kann man bis zu 500 Meter weit hören. Je nach Art haben Frösche eine oder zwei Schallblasen.
Bei uns quakt der Laubfrosch am lautesten. Er hat nur eine Schallblase, die er aber so gewaltig aufblähen kann, dass sie fast so groß ist wie der ganze Frosch. Damit will er nicht nur sein Revier abgrenzen, sondern vor allem Weibchen anlocken. Wie bei allen Fröschen lassen sich auch Laubfrosch-Männchen vom Gequake ihrer Rivalen anregen: selbst ein Froschkonzert vom Tonband führt dazu, dass die Männchen bald in den Gesang einstimmen.