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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Geißelspinne

Alltag
Eine Geißelspinne beobachtet eine Grille  (Bild: SWR)
Trotz ihres furchterregend aussehenden Fangapparats sind Geißelspinnen harmlose Tiere: Sie besitzen keine Giftdrüsen und können deshalb keine schmerzhaften Bisse verursachen.
Geißelspinnen sind nachtaktive Tiere und meistens sehr scheu.

Weil ihr Körper sehr flach ist, können sie sich auch in den engsten Ritzen verstecken.
Nur in der Dämmerung und wenn es dunkel ist kommen sie aus ihren Höhlen und Verstecken hervor und machen Jagd auf Beutetiere.
Fühler einer Geißelspinne  (Bild: SWR)
Dabei dienen ihnen die Sinnesorgane auf ihren zu Fühlern umgewandelten Beinen als wichtige Orientierungsmittel und als Hilfe zum Aufspüren der Beute.

Diese ergreifen sie blitzschnell mit ihrem Fangapparat, der wie eine Falle zuklappt und Insekten mit den spitzen Dornen festhält.
Geißelspinnen bewegen sich nicht vor- oder rückwärts, sondern laufen seitlich wie eine Krabbe. Anders als die meisten Spinnen können Geißelspinnen keine Spinnfäden produzieren und bauen auch keine Netze zum Beutefang oder Kokons für ihren Nachwuchs.
Geißelspinnen sind ziemlich zähe Tiere: Sie können lange Zeit ohne Futter und Wasser auskommen.
Freunde und Feinde
Wie andere Spinnen und Insekten werden Geißelspinnen von Vögeln oder Reptilien gefressen.
Nachwuchs
Die Geißelspinne nimmt die Spermatophore in ihrem Körper auf  (Bild: SWR)
Mit etwa zwei Jahren werden Geißelspinnen geschlechtsreif. Zur Paarungszeit betrillert das Männchen das Weibchen mit seinen langen Tastfühlern und leitet es so zu dem Platz, an dem es ein Päckchen mit Samen, eine so genannte Spermatophore - abgelegt hat. Dort nimmt das Weibchen die Spermatophore in ihrem Körper auf.
Nach der Befruchtung legt sie etwa 36 Eier ab und trägt sie an ihren Bauch geheftet mit sich herum. Schlüpfen schließlich die jungen Spinnen, werden sie ähnlich wie junge Skorpione sicher auf dem Rücken der Mutter herumgetragen, bis sie schließlich selbstständig sind.
Autorin: Barbara Kiesewetter