SWR Kindernetz
ProgrammvorschauNewsletter

Tierlexikon für Kinder - Archiv

Gelbbrust-Ara

Alltag
Schnabel eines Aras  (Bild: SWR)
Neben dem leuchtend bunten Federkleid ist für alle Aras auch ihr kräftiger, hakenförmiger Schnabel typisch:

Er ist ihr wichtigstes Werkzeug und dient als "dritter Fuß" beim Klettern, zum Öffnen von Nüssen und Samen und zum Festhalten der Nahrung.

Um die Schalen sehr harter Nüsse zu knacken, feilen die Tiere sie zunächst mit Hilfe ihres Schnabels an einer Stelle dünn und brechen sie dann auf.

Weil Aras und Papageien so schöne lange bunte Federn haben, waren sie schon bei den Indios Südamerikas beliebt: Ihre Federn wurden als prachtvoller Kopfschmuck und Verzierung für Kleidungsstücke verwendet.
zahme Aras  (Bild: SWR)
Aras sind sehr sympathische Vögel: Sie sind nicht nur intelligent, sondern können auch recht zahm werden.
Außerdem sind sie geschickt darin, viele Laute und auch die menschliche Sprache nachzuahmen.
Meist leben sie in größeren Schwärmen, ziehen auf der Suche nach Nahrung durch die Baumkronen des Regenwaldes und übernachten auch gemeinsam in den Bäumen.
Freunde und Feinde
Der größte Feind der Aras ist der Mensch: Früher wurden die Vögel vor allem wegen ihrer Federn gejagt, heute werden viele Jungvögel gewildert und als Haustiere verkauft.
Nachwuchs
Je nachdem, in welcher Region sie leben, brüten Gelbbrust-Aras zwischen Dezember und Februar; manchmal auch bis in den März.

Gelbbrust-Ara-Weibchen legen zwei bis drei weiße Eier, die sie etwa 25 Tage lang ausbrüten. Gelbbrust-Aras bauen ihre Nester etwa 30 Meter über dem Erdboden in nach oben offenen Baumhöhlen, oft auch in den abgebrochenen Stämmen von Palmen. Meist nutzen sie Höhlen, die von Insekten ausgefressen wurden. In nassen Jahren sind die jungen Gelbbrust-Aras in den offenen Höhlen starken tropischen Regenfällen ungeschützt ausgesetzt. Manchmal überlebt dann nur ein Junges.

Kleine Gelbbrust-Aras verlassen erst im Alter von drei Monaten das Nest. Drei Wochen später sind sie selbstständig. Geschlechtsreif werden werden sie erst mit fünf bis sieben Jahren.
Sprache
Aras  (Bild: SWR)
Aras geben kreischende Rufe von sich. Sie sind meist morgens und abends über weite Entfernungen hinweg zu hören.

Außerdem sind sie dafür bekannt, dass sie Laute aus ihrer Umgebung und sogar Wörter der menschlichen Sprache nachahmen können.

Allerdings sind sie weniger sprachbegabt als zum Beispiel die Graupapageien.
Autorin: Barbara Kiesewetter