Giraffen haben ein recht ungewöhnliches Aussehen: Sie besitzen vier sehr lange Beine und haben von allen Säugetieren den längsten Hals: Er besteht, wie bei den meisten Säugetieren, auch nur aus sieben Halswirbeln. Diese sind aber jeweils gut 40 Zentimeter lang und werden von sehr starken Halsmuskeln gestützt.
Giraffen hatten aber nicht immer einen so langen Hals. Die Vorfahren der Giraffe, die vor etwa 65 Millionen Jahren in Europa, Afrika und Asien lebten, hatten noch kurze Hälse.
Erst im Lauf der Entwicklung wurde der Giraffen-Hals immer länger: Dadurch hatten die Tiere einen Vorteil, weil sie das Nahrungsangebot hoch oben in den Bäumen nutzen konnten.
Insgesamt erreichen Giraffen damit eine Körperhöhe von etwa 5,5 Metern - manchmal sogar noch mehr. Damit sind sie die höchsten Tiere. Ihr Körper wird bis zu vier Meter lang und sie wiegen rund 700 Kilogramm. Die Weibchen sind im Durchschnitt kleiner als die Männchen. Die Vorderbeine der Giraffen sind länger als die Hinterbeine, so dass der Rücken stark abfällt.
Giraffen besitzen ein kleines Geweih, das aus zwei bis fünf Zapfen besteht. Das Geweih eines Giraffenbullen wird bis zu 25 Zentimeter lang, das eines Weibchen ist sehr viel kürzer.
Das Geweih der Giraffen wird von einer speziellen Haut, dem so genannten Bast, geschützt.
Das Fell der Giraffen ist braun bis beige und unterschiedlich gemustert: Je nach Unterart haben Giraffen Flecken oder netzartige Zeichnungen.