TierlexikonOLI's Wilde Welt3, 2, 1 ... keins! Das OLI-QuizSpaß und SpieleSchnatterraumSendung verpasst?
Zu Morgen OLI
Zum Kindernetz
Seite weiterempfehlen Seite drucken
Das Grüne Buch

Tierlexikon

Steckbrief
Verhalten
Pflege

Goldfisch


Carassius auratus auratus
Alltag
Kleiner Schwarm Goldfische  (Bild: SWR)
Goldfische sind gesellige Fische und fühlen sich erst in einem kleinen Schwarm richtig wohl.

Und deshalb brauchen sie auch Platz: Solange die Fische noch klein sind, kann man sie im Aquarium halten.



Goldfisch gräbt am Boden  (Bild: SWR)
Am wohlsten fühlen sie sich jedoch in einem Teich im Freien. Dort vermehren sie sich auch reichlich.

Goldfische sind sehr friedlich. Sie schwimmen ruhig durch den Teich. Allerdings graben sie auch gerne mal im Boden. Manchmal passiert es, dass sie dabei Pflanzen ausbuddeln.

Über die Zucht und Entstehung der Goldfische ist viel bekannt:
In China galten von alters her rotgoldene Varianten der Silbkarausche, als heilige Tiere. Diese rot-orangenen Fische entstanden durch zufällige Veränderungen der Erbanlagen.
Die rotorangene Färbung entstand eigentlich zufällig.  (Bild: SWR)
Die Chinesen begannen bald, diese Fische gezielt zu züchten. So entstanden die Goldfische. Anders als die Silberkarauschen, die als Speisefische dienten, wurden Goldfische nicht gegessen.

Am Anfang durften aber nur Adlige diese kostbaren Fische halten.
Goldfische im Teich  (Bild: SWR)
Später, etwa seit dem 13. Jahrhundert, gab es fast in jedem Haus in China einen Teich oder ein Becken mit Goldfischen.
Seit dem 17. Und 18. Jahrhundert wurden Goldfische von China nach Europa eingeführt. Auch dort wurden sie zunächst nur von vornehmen Familien gehalten. Heute leben Millionen dieser Fische in Aquarien und Teichen.
Freunde und Feinde
Wenn sie in Zierfisch-Teichen gehalten werden, haben Goldfische keine Feinde. Leben sie verwildert in der Natur, werden sie jedoch häufig wegen ihrer auffälligen Färbung die Beute von Raubfischen oder Raubvögeln.
Nachwuchs
Laichzeit ist bei den Goldfischen von April bis Mai. Vor der Paarung jagen die Goldfisch-Männchen die Weibchen kreuz und quer durch den Teich und stoßen gegen ihren Körper, um sie zur Eiablage anzuregen. Sind die Weibchen erschöpft und sinken zu Boden, werden sie von den Männchen mit der Schnauze zur Wasseroberfläche gehoben.

Schließlich legen die Weibchen 500 bis 3000 Eier ab, die vom Männchen sofort befruchtet werden. Nach nur fünf bis sieben Tagen schlüpfen die fast durchsichtigen Larven. Diese sind sehr klebrig und bleiben deshalb an Wasserpflanzen hängen.

Nach einiger Zeit entwickeln sie sich zu Jungfischen, die sich von den Mikro-Organismen im Wasser ernähren. Junge Goldfische sind zunächst dunkelgrau und färben sich erst nach zehn bis zwölf Monaten um. Sie werden zuerst schwarz, dann wird ihr Bauch goldgelb und schließlich werden sie rot-orange. Als letztes entwickeln sich die weißen Flecken.