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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Gürteltiere

Steckbrief: Gürteltier

Redaktion: Katrin Grünewald
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OLI weiß jetzt: Gürteltiere leben in Südamerika, sie können beim Graben oder Tauchen bis zu sechs Minuten die Luft anhalten!
Ein Gürteltier knabbert an einem Maiskolben (Bild: picture alliance / dpa)

Dasypodidae

Ihr Hautknochenpanzer aus gürtelförmigen Knochenringen und Hautfalten gibt den Gürteltieren ihren Namen und macht die Tiere unverwechselbar.
Aussehen
Ein Braunborsten-Gürteltier  (Bild: SWR)Gürteltiere gehören, ebenso wie Ameisenbären und Faultiere zu einer sehr alten Tiergruppe, nämlich zur Überordnung der Nebengelenktiere.
Ihrer Brustwirbel und Lendenwirbel besitzen zusätzliche Gelenke, die anderen Säugetieren fehlen - daher dieser seltsame Name.
Gürteltiere haben einen gedrungen Körper, kurze Beine und einen Schwanz. Typisch ist der Panzer aus Horn- und Knochenplatten, die durch Hautfalten verbunden sind. Vorn und hinten am Rumpf sind die Platten oft zu Schildern verwachsen, in der Körpermitte bilden sie gürtelartige Ringe, sodass die Tiere sehr beweglich sind.
Ein Braunborsten-Gürteltier (Bild: SWR)Dieses typische Merkmal findet man im spanischen Namen dieser Tiere wieder: Denn auf Spanisch heißen Gürteltiere "Armadillos", was soviel wie "die kleinen Gepanzerten" bedeutet.
Der spitz zulaufende Kopf ist auf der Oberseite ebenfalls von Platten besetzt. Die Ohren stehen nach oben ab, die Augen sind klein.
Die Schnauze ist, je nach Art, unterschiedlich lang. An den Beinen tragen Gürteltiere kräftige Krallen zum Graben, der Schwanz ist von Knochenringen umgeben.

Ein Braunborsten-Gürteltier wird so gehalten, dass sein Bauch zu sehen ist (Bild: SWR)Auf der Bauchseite sind Gürteltiere je nach Art wenig bis dicht behaart.
Auf der Körperoberseite, also auf dem Panzer, haben die meisten Gürteltiere dagegen keine Haare - nur die Borsten-Gürteltiere tragen kurze, borstenartige Haare auf dem Panzer.
Gürteltiere sind unterschiedlich groß: Der Gürtelmull wird nur 15 Zentimeter lang und wiegt nur 100 Gramm, das Riesengürteltiere misst bis zu 1 Meter und wird bis zu 60 Kilogramm schwer.
Das Kugelgürteltier wird 35 bis 45 Zentimeter lang und bis zu 1,6 Kilogramm schwer, das Braunborsten-Gürteltier ist bis zu 40 Zentimeter lang und wiegt bis zu 2 Kilogramm.
Heimat
Gürteltiere sind ausschließlich in Südamerika, Mittelamerika und im südlichen Nordamerika zu finden.
Lebensraum
Gürteltiere leben überwiegend in Savannen, Steppen und Halbwüsten - also in eher trockenen Lebensräumen. Sie sind reine Bodenbewohner.
Rassen und Arten
Ein Braunborsten-Gürteltier wühlt mit seiner Schnauze in der Erde (Bild: SWR)Es gibt acht verschiedene Gürteltier-Gattungen mit 20 verschiedenen Arten.
Bekannte Arten sind das Neunbinden-Gürteltier, das Sechsbinden-Gürteltier, das Zwerggürteltier, das Braunborsten-Gürteltier, das Riesengürteltier, die Kugelgürteltiere, die Nacktschwanzgürteltiere sowie die Gürtelmulle - sie sind die kleinsten Vertreter der Gürteltiere.
Lebenserwartung
Die Lebenserwartung ist je nach Art unterschiedlich. In freier Wildbahn können viele Gürteltiere 12 bis 18 Jahre alt werden. Kugelgürteltiere werden etwa bis 20 Jahre alt, Braunborsten-Gürteltiere bis zu 25 Jahre. In Gefangenschaft können Gürteltiere sogar bis zu 30 Jahre lang leben.
Autorin: Barbara Kiesewetter