Alltag

Tüpfelhyänen sind überwiegend nachtaktive Tiere. Sie leben in Familienverbänden mit bis zu 100 Tieren in einem Revier, dass sie mithilfe von Duftstoffen markieren und gegen andere Hyänenrudel verteidigen. Zentrum des Reviers ist eine Höhle, in der die Jungen aufgezogen werden.
Tüpfelhyänen können besonders gut sehen und hören.

Noch besser ist ihr Geruchsinn ausgeprägt, sodass sie Aas über mehrere Kilometer Entfernung riechen können.
Früher dachte man, dass Hyänen ausschließlich Aas fressen. Heute weiß man, dass Aas nur einen Teil ihrer Beute ausmacht. Trotzdem haben sie in der Natur eine wichtige Aufgabe.

Sie dienen - gemeinsam mit Geiern - als Gesundheitspolizei: Weil sie Kadaver beseitigen, helfen sie, die Ausbreitung von Seuchen und Krankheiten einzudämmen.
Tüpfelhyänen sind aber auch erfolgreiche Jäger, die im Rudel Tiere wie Antilopen erlegen. Sie jagen in der Nacht.
Oft wird ihnen aber die Beute von Löwen streitig gemacht, gegen die sich die Hyänen schlecht wehren können. Umgekehrt vertreiben Hyänen aber auch andere Raubtiere von ihrer Beute.

Tüpfelhyänen haben ein sehr interessantes Sozialverhalten. Die Rudel werden von einem Weibchen angeführt, Männchen stehen immer auf niederen Rangstufen. Und je höher der Rang eines Weibchens ist, umso höher wird auch der Rang ihrer Nachkommen im Rudel sein.
Forscher haben auch herausgefunden, dass Hyänen die Jungen von Müttern, die starben, adoptieren und wie ihre eigenen Jungen aufziehen. Auch diese adoptieren Jungen haben einen höheren Rang als die anderen, wenn sie von einer ranghohen Mutter adoptiert werden. Man hat auch beobachtet, dass die Hyänen eines Rudels sich gegenseitig verteidigen, wenn sie bedroht werden.
Freunde und Feinde
Wildhunde, Löwen und auch andere Hyänen können den Hyänen gefährlich werden. Werden Am meisten sind Hyänen aber durch den Menschen bedroht. Sie werden immer wieder gejagt, weil sie sich manchmal auch an Vieh vergreifen.
Nachwuchs
Anders als beispielsweise bei den Wölfen pflanzen sich bei Hyänen nicht nur das Leittier, sondern mehrere Weibchen des Rudels fort. Paarungszeit kann das ganze Jahr über sein. Nach etwa 110 Tagen Tragzeit bringt ein Weibchen etwas zwei bis drei Junge zur Welt.
Sie können sofort sehen und laufen und besitzen sogar schon Zähne. Hyänen-Babys sind also nicht so hilflos wie etwa junge Katzen oder Hunde. Ihr Fell ist schwarz und bekommt erst nach etwa neun Monaten die typische Farbe und die Tupfen.
Um die Jungenaufzucht kümmern sich nur die Weibchen. Die Jungen werden fast 18 Monate von der Mutter gesäugt. Bis sie 1 Jahr alt sind, bleiben sie in und bei der Höhle und werden immer von einem erwachsenen Tier bewacht. Dann dürfen sie zum ersten Mal mit auf die Jagd. Mit zwei bis drei Jahren werden Hyänen geschlechtsreif.
Sprache

Wenn sich Hyänen um Beute streiten oder wenn sie sich über andere Raubtiere aufregen, geben sie das typische "Lachen" von sich: Die Tiere lassen seltsame, schnatternde Geräusche hören, die ein wenig an ein Lachen erinnern und für unsere Ohren ziemlich unheimlich klingen.
Untereinander kommunizieren Hyänen außerdem durch verschiedene Rufe, Körperhaltungen und Signale wie zum Beispiel der Haltung des Schwanzes.