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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Känguru

OLI auf der Känguru-Insel

Redaktion: Oliver Neitzel
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OLI ist begeistert von den Kängurus. Die grauen Kängurus auf Kangaroo Island können fünf bis sechs Meter weit springen.
Gelbfuß-Felsenkänguru Nachwuchs mit seiner Mutter auf einem Felsen (Bild: picture alliance / dpa)

Macropodinae, Macropodidae, Marsupialia

"Känguru" kommt aus der Sprache der Aborigines, der australischen Ur-Einwohner und heißt übersetzt "Ich verstehe nicht".
Als die europäischen Seefahrer nach Australien kamen, haben diese die Aborigines gefragt, was das für hüfende Tiere sind. Die Aborigines haben in ihrer Sprache geantwortet: "Känguru!" - also: "Ich verstehe nicht". Und die Seefahrer dachten, das sei der Name der Tiere.
Aussehen
Rotes Riesenkänguru liegt im Sand und döst (Bild: SWR)Das Känguru ist ein Beuteltier und gehört zur Familie der Kängurus, von denen es mehr als 80 verschiedene Arten gibt.
Sie werden zu zwei verschiedenen Unterfamilien gerechnet, nämlich den Echten Kängurus, zu denen auch die Riesenkängurus oder das Bennett-Känguru gehören und den Rattenkängurus, zu denen das Bürstenschwanzkänguru zählt.

Rotes Riesenkänguru auf einer Wiese (Bild: SWR)Alle Kängurus haben ein typisches Aussehen: An einem runden Hinterleib setzen lange, kräftige Beine an, mit denen sie sich hüpfend fortbewegen.
Außerdem haben sie einen langen Schwanz, der hauptsächlich als Stütze und zur Balance dient. Am schlanken Vorderkörper sitzen kleine Vorderbeine.
Bürstenschwanz-Kängurus sind sehr klein  (Bild: SWR)Kängurus können unterschiedlich groß werden:
Bennett-Kängurus haben eine Größe von etwa 90 bis 105 Zentimetern.
Riesenkängurus können größer als ein Mensch werden und Bürstenschwanzkängurus sind so klein wie Kaninchen.
Heimat
Kängurus leben in Australien und auf den vorgelagerten Inseln wie Tasmanien und Neuguinea.
Lebensraum
Riesenkängurus mögen am liebsten trockene und heiße Gegenden. Sie leben in Halbwüsten, Steppen und Buschländer.
Benett-Kängurus sind Vegetarier  (Bild: SWR)Die Bennett-Kängurus leben dagegen in den Küstenregionen Ost-Australiens, in Tasmanien und auf den Bass-Straßen-Inseln.
Sie bewohnen Eukalyptus-Wälder, Buschlandschaften und Savannen, die nahe am Wald oder am Busch liegen.
Sie kommen auch in Heidelandschaften vor, die in der Nähe der Küste liegen.
Rassen und Arten
Bürstenschwanz-Känguru beim Fressen  (Bild: SWR)Zwei Unterarten der Bennett-Kängurus sind bekannt. Die eine (Macropus rufogriseus rufogriseus) lebt in Tasmanien und auf den Bass-Straßen-Inseln.
Die andere lebt auf dem australischen Kontinent. In ihrer Heimat heißen sie "Red-necked Wallabies".

Bei Rattenkängurus gibt es acht verschiedene Arten. Neben den Bürstenschwanz-Kängurus sind dies zum Beispiel die Kaninchen-Kängurus und die Roten Rattenkängurus. Zu den Riesenkängurus gehören die Roten und die Grauen Riesenkängurus. Außerdem noch die Bergkängurus und entfernt die Wallabys.
Zwei hüpfende Rote Riesenkängurus  (Bild: SWR)Die Roten Riesenkängurus sind die größten Vertreter der Kängurus und damit auch die größten Beuteltiere der Welt. Im Stehen können sie eine Höhe von 1,80 Meter erreichen.
Von den Grauen Riesenkängurus gibt es zwei Unterarten - deren Namen auf ihr Verbreitungsgebiet in Australien hinweist: das Östliche und das Westliche Graue Riesenkänguru.
Insgesamt gibt es mehr als 80 verschiedene Känguru-Arten.
Sie unterscheiden sich stark in ihrer Größe, ihrem Lebensraum und ihrem Verhalten.
Lebenserwartung
Je nach Art und Größe werden Kängurus unterschiedlich alt: Die kleineren werden etwa acht Jahre alt, die größeren bis zu 16 Jahre.
Autorin: Barbara Kiesewetter