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Känguru

Alltag
Ein Rotes Riesenkänguru liegt faul im Schatten (Bild: SWR)Tagsüber verstecken sich Kängurus und ruhen sich aus. Während der Abenddämmerung kommen sie aus ihrem Unterschlupf und beginnen damit, Nahrung zu suchen.

Auch im Morgengrauen kann man sie oft beim Essen beobachten. Danach verstecken sie sich wieder.
Obwohl Kängurus eher Einzelgänger sind, bilden sie bei der Nahrungssuche oft Gruppen, die bis zu 30 Tiere groß sein können.

Wenn es heiß ist, lecken Kängurus ihre Hände und Unterarme, um sich zu kühlen. Das tun sie auch, wenn sie sich ärgern oder aufregen.
Bürstenschwanz-Känguru im Strohnest  (Bild: SWR)
Auch die kleinen Bürstenschwanz-Kängurus sind nachtaktive Einzelgänger. Tagsüber verstecken sie sich in Mulden, die sie in den Boden graben und in denen sie ein Nest aus Gras bauen. Diese Nester sind so geschickt zwischen Gras und Gestrüpp versteckt, dass man sie kaum finden kann.
Nachwuchs
Ein Junges Rotes Riesenkänguru streckt seinen Kopf aus dem Beutel seiner Mutter (Bild: SWR)Beim Nachwuchs unterscheiden sich die Unterarten der Kängurus: Die Tiere, die auf dem australischen Festland leben, bringen das ganze Jahr über Junge zur Welt. Dagegen kommt der Nachwuchs auf Tasmanien nur zwischen Januar und Juli zur Welt. Die meisten Jungen werden hier in den Monaten Februar und März geboren. Bei beiden Unterarten beträgt die Tragzeit 30 bis 40 Tage.
Meist wird nur ein Junges geboren, das winzig ist - etwa so groß wie ein Gummibärchen - und weniger als ein Gramm wiegt.

Die Neugeborenen sind kaum entwickelt und ähneln einem Embryo: Die Augen und Ohren sind kaum ausgebildet, der Körper ist nackt und die Hinterbeine sind noch ganz kurz.
Dennoch krabbelt das Neugeborene durch das Fell der Mutter, bis es innerhalb weniger Minuten nach der Geburt den Beutel an ihrem Bauch erreicht hat. Den richtigen Weg findet es mit Hilfe seines Geruchssinns.
Ein Rotes Riesenkänguru, aus dessen Beutel ein Jungtier den Kopf heraus streckt (Bild: SWR)Die Mutter hat eine Speichel-Spur von der Geburtsöffnung bis zum Beutel gelegt. Dieser Spur folgt das Neugeborene. Im Beutel saugt es sich an der Zitze der Mutter fest. Die Zitze schwillt dann an, so dass das Neugeborene sie nicht mehr loslassen kann. Anfangs ist es auch zu schwach zum Saugen, deshalb spritzt die Mutter ihrem Kind die Milch in den Mund.
Känguru-Junges im Beutel  (Bild: SWR)Das Neugeborene verbringt die nächsten neun Monate ausschließlich im Beutel der Mutter. In dieser Zeit reift es zum jungen, fertig entwickelten Känguru heran.

Auch wenn es den Beutel verlassen hat, säugt die Mutter ihr Junges oft noch bis es 12 bis 17 Monate alt ist.