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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Kaninchen

Ernährung
Ein Kaninchen frisst Gras auf einer Wiese (Bild: SWR)
Kaninchen ernähren sich von Gras, Kräutern, Wurzeln, Knospen, Pilzen und Gemüse. Ab und zu fressen sie auch Regenwürmer und Schnecken.

Wer ein Kaninchen hält, kann ab und zu Fertigfuttermischung füttern. Allerdings sollte auf Fertigfutter besser verzichtet werden, denn es ist oft zu kalorienreich und mit Zucker oder andern Zugaben versetzt.
Dadurch werden Kaninchen zu dick und können Verstopfung und Durchfall bekommen.
Drei Kaninchen am Futternapf (Bild: SWR)
Kaninchen brauchen unbedingt Heu, das ihnen Tag und Nacht zur Verfügung stehen muss. Bekommen Kaninchen zu wenig Heu, funktioniert ihre Verdauung nicht mehr.

Zusätzlich brauchen Kaninchen Frischfutter wie Löwenzahnblätter, Brennnesseln und Schafgarbe.
Und natürlich dürfen Möhren oder ein wenig Salat nicht fehlen. Auch Obst wie Äpfel und Birnen schmecken Kaninchen.

Hasenkaninchen frisst eine Möhre (Bild: SWR)
Zuviel Frischfutter ist aber ungesund: Nasse Salatblätter können ebenso wie die verschiedenen Kohl-Arten zu starken Blähungen führen, an denen die Kaninchen sogar sterben können.

Deshalb sollte man Kohl gar nicht oder nur in kleinen Portionen füttern und Salat immer waschen und abtrocknen.

Da Kaninchen ihre nachwachsenden Zähne immer abnutzen müssen, brauchen sie auch hartes Futter wie getrocknete Zweige oder Heu.
Und natürlich müssen sie immer frisches Wasser bekommen.
Haltung
Mehrstöckiger Kaninchenstall (Bild: SWR)
Kaninchen sind relativ einfach zu halten.

Je nach Größe der Tiere muss der Käfig mindestens 90 Zentimeter breit, 60 Zentimeter tief und 60 Zentimeter hoch sein. Je mehr Platz Kaninchen haben, desto besser ist es für sie.

Er wird mit Stroh, Heu und Holzspänen fünf Zentimeter dick eingestreut.

Kaninchen brauchen außerdem eine Höhle oder ein Nest, in das sie sich zurückziehen können.

In den Käfig gehören neben Futternapf und Tränke eine Heuraufe - das ist eine Art Futterkrippe für Kaninchen - und hartes Holz oder ein Nagerstein zum Abnutzen der Zähne.

Kaninchen müssen vor Zugluft und Nässe geschützt sein und die Temperatur sollte nicht über 25° C liegen.
Kaninchen im Freigehege (Bild: SWR)
Im Sommer kann man die Tiere auch in einem Freilaufgehege draußen halten.

Im Winter brauchen sie in der Wohnung Auslauf - dabei muss man gut auf sie aufpassen, weil sie alles annagen, was ihnen vor die Schnauze kommt - auch an Stromkabeln.
Kaninchen sollte man nie einzeln halten. Am besten besorgt man sich zwei Geschwister - am besten ein Männchen und ein Weibchen.
Aber das Männchen sollte man besser kastrieren lassen, sonst hat man bald sehr viel Nachwuchs!
Pflegeplan
Der Kaninchen-Käfig muss jede Woche gründlich gereinigt werden.

Und natürlich müssen täglich alte Futterreste gegen neues Futter ausgetauscht werden.
Autorin: Barbara Kiesewetter