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Katze

Alltag
Roter Kater auf einem Geländer (Bild: SWR)Katzen sind vor allem in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Dafür sind diese kleinen Raubtiere auch hervorragend ausgestattet.
Das Licht wird in ihren Augen von einer reflektierenden Schicht am Augenhintergrund gespiegelt.
So werden auch ganz geringe Lichtmengen verstärkt und die Katzen können auch noch bei Dunkelheit gut sehen. Deshalb leuchten die Augen der Katze bei Dunkelheit auch.

Zusätzlich können Katzen sehr gut hören und auch noch Töne im Ultraschall-Bereich wahrnehmen. Das heißt, dass sie auch das Piepsen oder Wispern von Mäusen und Fledermäusen noch hören können. Außerdem haben Katzen einen sehr guten Geruchssinn. Das spielt auch im Verhalten der Tiere eine wichtige Rolle.
Zwei kleine Kätzchen (Bild: SWR)Sie besitzen spezielle Duftdrüsen an der Seite des Kopfs, mit denen sie Artgenossen oder uns Menschen, wenn sie den Kopf an uns reiben, markieren. So ist klar, dass wir zu ihrer Familie gehören.

Kater markieren ihr Revier zusätzlich mit Urin - das ist für menschliche Nasen sehr unangenehm.

Ein zusätzliches Sinnesorgan sind die sehr sensiblen Schnurrhaare der Katzen. Mit ihnen können sie im Dunkeln den Abstand zu Gegenständen wahrnehmen und stoßen sich deshalb auch bei völliger Dunkelheit nicht an.

Getigerte Katze liegt auf einer Decke und leckt sich die Pfote (Bild: Tanja Husmann)Typisch für Katzen ist das Putzen: Dabei verteilen sie den Inhalt der Talgdrüsen in der Haut mit der Zunge und den Pfoten über das ganze Fell und glätten jedes Haar. So bleibt ihr Pelz immer gut gepflegt.

Da beim Putzen unverdauliche Haare in den Magen kommen, fressen Katzen ab und zu frisches Gras und erbrechen sich anschließend: So werden die Haare wieder aus dem Magen befördert.
Freunde und Feinde
Größere Raubtiere wie Luchs oder Wolf und Fuchs können wilden Katzen gefährlich werden. Der größte Feind der Hauskatze ist das Auto.
Jagd
Katzen sind geschickte Jäger. Lautlos schleichen sie sich an ihre Beute an, packen sie und töten sie mit einem Biss. Manchmal spielen sie aber auch noch eine Weile mit der gefangenen Maus. Da sie sehr gut sehen und sich mit ihren Tasthaaren auch im Dunkeln zurechtfinden, können Katzen auch bei Nacht auf die Jagd gehen.
Nachwuchs
Eine Katze läuft durch eine Türe nach draußen (Bild: SWR)Im Frühjahr von Mitte Februar bis Mitte April und im Sommer von Mai bis Mitte Juni ist bei den Katzen Paarungszeit. Dann werden die Katzen-Weibchen "rollig". Sie streichen uns um die Beine, werfen sich auf den Rücken, maunzen laut und wollen nur eins: Hinaus ins Freie, wo sie hoffen, einen Kater zu finden.

Treffen Katze und Kater aufeinander, geht es ziemlich laut und unruhig zu: Die Katze wälzt sich vor dem Kater auf dem Boden und der Kater packt sie im Nacken. Und jeder von euch wird schon einmal die schrecklichen Schreie gehört haben, die verliebte Katzen von sich geben: Sie gehen uns durch Mark und Bein.

Eine Katzenmutter säugt ihr Junges (Bild: SWR)Nach der Paarung gehen sie aber wieder getrennte Wege. Nach etwa neun Wochen bringt die Katze an einem geschützten Platz ihre Jungen zur Welt.
Die Jungen sind noch ganz hilflos und blind und werden von der Mutter gesäugt und gepflegt. Droht Gefahr, trägt die Katzenmutter ihre Jungen mit dem Maul in ein sicheres, neues Versteck. Nach etwa vier Wochen fressen sie feste Nahrung. Und mit acht bis zehn Wochen darf man sie von der Mutter trennen und in ein neues Zuhause bringen.
Sprache
Ein getigertes Kätzchen liegt auf dem Arm und wird gestreichelt (Bild: Tanja Husmann)Jeder weiß, wie eine Katze miaut und gurrt.

Katzen können aber auch fauchen und zur Paarungszeit schrecklich schreien.

Und wenn sie ganz zufrieden sind und sich wohl fühlen, schnurren sie.
Autorin: Barbara Kiesewetter