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Königspython

Alltag
Nasser Kopf eines Königspythons (Bild: SWR)Königspythons sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv.

Am Tag halten sie sich gern in den verlassenen Bauten von Nagetieren und Termiten versteckt: Dort fühlen sie sich wohl, weil hier das ganze Jahr über eine gleichmäßige Temperatur und Luftfeuchtigkeit herrscht.

Nasser Rücken eines Königspythons (Bild: SWR)In der Trockenzeit zwischen November und März leben die Königspythons sehr ruhig.
Erst in der Regenzeit werden sie aktiver. Dann halten sie sich auch häufiger tagsüber außerhalb ihrer Verstecke auf.

Sie schlängeln sich gern auf Yams-Felder (das sind kartoffelähnliche Pflanzen) und suchen dort nach Beute, wie zum Beispiel kleinen Säugetieren.
Schwanzspitze eines Königspythons (Bild: SWR)Königspythons sind überwiegend Bodenbewohner.
Junge Schlangen und die leichteren Männchen klettern auch mal auf Bäume und machen dort Jagd auf Fledermäuse und Vögel.

Im Allgemeinen gelten Königspythons als friedlich.
Bei Gefahr rollen sie sich einfach zusammen.
Freunde und Feinde
Zu den Hauptfeinden des Königspython zählen Greifvögel. Dieser Gefahr gehen die Schlangen aber aus dem Weg, indem sie vor allem in der Nacht aktiv sind.
Jagd
Muster auf dem Körper eines Königpythons (Bild: SWR)Königspythons jagen alle Tiere, die sie überwältigen können. Dank ihres guten Geruchssinns und der Fähigkeit, Erschütterungen wahrzunehmen, sind sie sehr gut für die Jagd bei Nacht ausgerüstet.
Außerdem haben sie spezielle Sinnesorgane, mit denen sie die Körperwärme der Beutetiere spüren können.

Königspythons umschlingen ihre Beute mit dem Körper, erdrücken sie und verschlingen sie dann.
Nachwuchs
Königspythons sind mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Die Paarungszeit der Königspythons beginnt mit dem Wechsel von der Regen- zur Trockenzeit.

Drei bis acht Wochen vor der Eiablage hören die Weibchen auf zu fressen. Schließlich legen sie nach einer Tragzeit von etwa 130 Tagen fünf bis sechs Eier.
Oft leben mehrere brütende Königspython-Weibchen gemeinsam in einem verlassenen Termitenbau, weil hier eine gleichmäßige Temperatur herrscht.

Königspythons haben einen guten Geruchssinn (Bild: SWR)Königspython-Weibchen sind fürsorgliche Mütter: Sie ringeln ihren Körper um das Gelege mit den Eiern, um sie zu wärmen.
Wird die Temperatur zu hoch, lockern sie die Windungen ihres Körpers, wird sie zu niedrig, legen sie sich fester um die Eier.

Nach 50 bis 80 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie sind dann 20 bis 50 Zentimeter groß und wiegen 45 bis 68 Gramm. Sechs Wochen später häuten sie sich zum ersten Mal.
Autorin: Barbara Kiesewetter