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Das Grüne Buch

Tierlexikon

Steckbrief
Verhalten
Pflege

Mandarinfisch


Pterosynchiropus splendidus
Alltag
Ein Mandarinfisch bewegt sich im Wasser (Bild: SWR)
Mandarinfische fallen nicht nur durch ihre schöne Färbung auf. Auch die Art ihrer Bewegung ist ungewöhnlich: Sie scheinen weniger zu schwimmen, sondern vielmehr im Wasser zu schweben, indem sie ständig ihre Brustflossen bewegen.

Meist bewegen sie sich dabei sehr langsam und berühren mit ihren Bauchflossen den Boden. Entdecken sie etwas zu Fressen, schnappen sie rasch nach der Beute.
Zwei Mandarinfische - einer mit aufgestellten Rückenflossen (Bild: SWR)
Mandarinfische sind keine aggressiven Meeresbewohner. Die Männchen streiten allerdings manchmal.

Wenn Mandarinfische aufgeregt sind, dann stellen sie ihren Rückenstachel und die Flossen auf, wedeln damit, breiten die Schwanzflosse wie einen Fächer auf und vibrieren.
Kopf eines Mandarinfisches von oben (Bild: SWR)
Weil die Fische so friedlich sind, sollten sie im Aquarium nicht mit aggressiveren Arten gehalten werden - die könnten die Mandarinfische vom Futter verjagen.

Mandarinfische sind scheu. Trotzdem können sie im Aquarium ziemlich zutraulich werden. Wenn sie zahm sind, lassen sie sich auch gut tagsüber beobachten.
Zwei Mandarinfische (Bild: SWR)
Mandarinfische sind sehr gesellig. Sie fühlen sich wohler, wenn sie im Aquarium mit einem Partner leben. Die Fische sind dann munterer.

Mehrere Weibchen vertragen sich, Männchen dürfen nicht gemeinsam gehalten werden: Meist bekämpfen sie sich so lange, bis ein Tier stirbt.
Freunde und Feinde
Raubfische wie etwa Muränen können den Mandarinfischen gefährlich werden. Viele Fische verschmähen sie aber als Beute, weil Mandarinfische von einer dicken Schleimschicht bedeckt sind, die vermutlich giftig ist. So halten sie viele Feinde von sich fern.
Nachwuchs
Mandarinfisch mit wedelnden Bauchflossen (Bild: SWR)
Die Paarung ist bei Mandarinfischen ein Schauspiel. Wenn die Zeit zum Laichen kommt, beginnt das Männchen, heftig mit den Brustflossen zu wedeln.

Das Weibchen dagegen bleibt zuerst ganz ruhig. Schließlich steigen beide gemeinsam zur Wasseroberfläche auf. Das Männchen bleibt dabei etwas unter dem Weibchen.
Zunächst schwimmen sie Seite an Seite, dann Bauch an Bauch. Dann schwimmen sie wieder hinab und wieder gemeinsam nach oben. Schließlich geben sie gleichzeitig Eier und Sperma an der Wasseroberfläche ab.

Bisher ist es jedoch kaum gelungen, kleine Mandarinfische im Aquarium groß zu ziehen.