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Das Grüne Buch

Tierlexikon

Steckbrief
Verhalten
Pflege

Mandrill


Mandrillus sphinx
Alltag
Mandrill betreibt Fellpflege bei einem Menschen (Bild: SWR)
Mandrills sind sehr soziale Tiere, sie leben in Gruppen von 15 bis 20 Tieren.

Den festen Kern der Gruppe bilden die Weibchen mit ihren Jungen. Ihre Töchter bleiben das ganze Leben lang mit Müttern und Tanten und später ihren eigenen Jungen in der Gruppe, in der sie geboren wurden.
Mandrill beschäftigt sich mit dem Arm seines Pflegers (Bild: SWR)
Diese Gruppen werden jeweils von dem ranghöchsten Männchen angeführt - in Gefangenschaft erkennen die Affen auch einen Menschen als Anführer an.

Wird es von einem Konkurrenten bei den Rangkämpfen besiegt, übernimmt dieses die Führung. Die Kämpfe sind ziemlich harmlos: Die Männchen schüchtern sich nur durch Drohgebärden und Imponiergehabe ein
Wenn Harems-Mitgliedern Gefahr droht, verteidigt sie das anführende Männchen, der so genannte Pascha - und zwar heftig. Dabei kommen auch seine gefährlichen, langen Eckzähne zum Einsatz.
Die Gruppen schließen sich manchmal mit anderen Gruppen zu Herden zusammen. So entstehen Verbände mit mehreren hundert Tieren. Nach einiger Zeit verlassen die Gruppen diesen Verband wieder und ziehen weiter.

Männchen ohne Harem schließen sich, wenn sie geschlechtsreif werden, zu Männchengruppen zusammen. Alte Männchen ziehen oft alleine umher.
Mandrill zeigt seine Zähne zur Begrüßung (Bild: SWR)
Auf Menschen wirken Mandrills beängstigend. Wenn Sie die Eckzähne zeigen und den Kopf schütteln wirken sie sehr gefährlich. Afrikaner nennen sie deshalb auch "Teufel des Waldes".

Die Geste bedeutet unter Mandrills aber eine freundlich Begrüßung. Gegenüber Menschen sind sie sehr scheu.
Freunde und Feinde
Leopard, Kronenadler, Pythonschlangen und andere große Schlangen sind die natürlichen Feinde des Mandrills. Ihr größter Feind ist jedoch der Mensch: Er jagt die Affenart und zerstört ihren Lebensraum.
Nachwuchs
Wenn die Weibchen bereit sind zur Paarung, schwillt ihr Po an und ist noch röter als sonst. 36 Wochen nach der Paarung bringt ein Weibchen ein einzelnes Jungtier zur Welt. Das Gesicht des Jungen ist am Anfang hell, wird aber bald dunkel bis schwarz. Die Jungen halten sich am Bauch der Mutter fest und werden von ihr herumgetragen.

Sie werden etwas mehr als ein Jahr gesäugt und erst dann entwöhnt. Geschlechtsreif werden die Tiere mit etwa fünf Jahren.
Sprache
Der Anführer lässt ein Knurren hören, damit die Mitglieder seiner Gruppe immer wissen, wo er ist. Ansonsten geben Mandrills kreischende, grunzende, bellende und krächzende Laute von sich, um miteinander in Kontakt zu bleiben.