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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Maushamster

Maushamster auf einem Ast (Bild: SWR)

Calomyscus mystax

Sie sehen aus wie eine Maus, sind aber mit den Hamstern verwandt: Maushamster sind Nagetiere, die in kargen Felsregionen im Nahen und Mittleren Osten leben.
Aussehen
Zwei ausgewachsene und zwei ganz junge Maushamster (Bild: SWR)
Maushamster sind Nagetiere. Dort gehören sie zur Familie der Wühler und dort zur Gattungsgruppe der Hamster.

Allerdings sehen sie den Hamstern mit ihren walzenförmigen schwanzlosen Körper gar nicht so ähnlich. Viel eher sehen sie mit ihren auffallend großen Ohren und dem langen Schwanz aus wie eine Waldmaus.
Maushamster sitzt auf dem Futternapf (Bild: SWR)
Maushamster werden sieben bis neun Zentimeter groß. Ihr Schwanz ist etwas länger als ihr Körper und trägt am Ende eine pinselförmige Quaste.

Das Fell ist am Rücken graubraun, am Bauch weiß. Der Schwanz ist oben sandfarben oder dunkelbraun und auf der Unterseite weißlich.
Anders als die normalen Hamster besitzen Maushamster keine Backentaschen.

Maushamster mit erhobener Nase (Bild: SWR)
Lange wussten die Forscher nicht, ob die Maushamster mehr zu den Hamstern oder zu den Mäusen, vor allem den nordamerikanischen Arten, gehören.

Wegen der Ähnlichkeit des Gebisses vermutet man aber inzwischen, dass sie näher mit den Hamstern verwandt sind und wahrscheinlich von Vorfahren der Hamster aus der Tertiärzeit abstammen.
Heimat
Maushamster sind im Iran, in Afghanistan, Baluchistan sowie im südlichen Turkmenistan und in einigen wenigen Regionen in Syrien Zuhause. Calomyscus mystax stammt aus Turkmenistan.
Lebensraum
Maushamster auf felsigem Boden (Bild: SWR)
Maushamster sind reine Bergbewohner.
Sie leben in kargen, felsigen, trockenen Berggegenden von 400 Meter bis in 5000 Meter Höhe.

Dort halten sie sich vor allem in festen Geröllhaufen auf, die tief in den Boden reichen.
Im Flachland findet man sie dagegen überhaupt nicht.
Rassen und Arten
Da es noch unklar ist, wie die verschiedenen Maushamster miteinander verwandt sind, gibt es unterschiedliche Angaben.
Maushamster (Bild: SWR)
Manche Wissenschaftler gehen davon aus, das es sechs Arten gibt:

- den Afghanischen Maushamster
- den Urartu- Maushamster
- den Echten Maushamster
- den Tsolov- Maushamster
- den Belutschischen Maushamster
- den Hotson-Maushamster

Andere glauben, dass es nur eine Art mit sechs Unterarten gibt. Sie nennen den Maushamster mit wissenschaftlichem Namen dann Calomyscus bailwardi.
Lebenserwartung
Wie alt Maushamster werden können, ist nicht bekannt. Vermutlich leben sie aber nur wenige Jahre
Autorin: Barbara Kiesewetter