Mini-Pferde können dasselbe wie große Pferde: Sie sind Reitpferde für Kinder, können springen und auch kleine Wägen ziehen.
Einige wenige Mini-Pferde werden sogar wie Blindenhunde eingesetzt: Die speziell abgerichteten Tiere begleiten blinde Menschen auf ihren Wegen.
Mini-Pferde sind sehr gesellig und brauchen viel Zuwendung. Man muss sich viel mit ihnen beschäftigen und sie ausreichend bewegen.
Im 18. und 19. Jahrhundert wurden sie vor allem von Königen gehalten - als Spielgefährten für die Königskinder.
Aber im Laufe der Zeit verloren die Könige ihre Macht - und mit ihnen verschwanden auch die kleinen Pferde fast ganz aus Europa.
Nur ein paar wenige Tiere kamen nach Amerika, wo sie in der Zucht von Shetland-Ponys einsetzt wurden, und wo sie auch als eigene Rasse weiter gezüchtet wurden. Vor allem die amerikanischen Züchter Eli Ellion, Moorman Field und Smith McCoy wurden durch die Zucht von Mini-Pferden bekannt. Ab 1960 wurden Mini-Pferde immer häufiger gehalten. Als Stammvater der heutigen Amerikanischen Mini-Pferde gilt der Hengst Freeman's Star, der gerade mal 76 Zentimeter hoch war.
Heute sind im Zuchtbuch der amerikanischen Mini-Pferde-Zuchtverbands 155.000 Mini-Pferde eingetragen. Es dürfen nur Pferde als Mini-Pferde bezeichnet werden, die im Alter von fünf Jahren nicht höher als 86 Zentimeter sind. Nach Europa wurden amerikanische Mini-Pferde zum ersten Mal im Jahr 1976 importiert.