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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Pfeilschwanzkrebs

Ein Pfeilschwanzkrebs am Strand (Bild: www.colourbox.com)

Limulus polyphemus

Sie sind wahre Boten der Urzeit: Pfeilschwanzkrebse gibt es schon seit 150 Millionen Jahren auf der Erde und sie haben sich seither kaum verändert.
Aussehen
Der Körperumriss gleicht ein bisschen einem Pferdehuf.   (Bild: SWR)
Pfeilschwanzkrebse gleichen kaum einem anderen Tier, das wir kennen.

Ihr schildförmiger Vorder- und der trapezförmige Hinterkörper sind von je einer panzerartigen Rückenplatte bedeckt, die gegeneinander beweglich sind.
Der Körperumriss gleicht ein bisschen einem Pferdehuf.
Pfeilschwanzkrebs von hinten  (Bild: SWR)
Der Hinterkörper ist an den Seiten mit gezackten Stacheln bedeckt. In der Mitte hat er einen langen, stachelartigen Schwanz.
Deshalb werden sie auch Schwertschwänze genannt.

Sie besitzen Scheren zum Ergreifen der Nahrung sowie fünf Beinpaare. Diese liegen unter dem Vorderkörper.

Unterseite eines Pfeilschwanzes  (Bild: SWR)
Das erste Beinpaar ist besonders stark verbreitert. Auf ihm liegen die Geschlechtsöffnungen.

Außerdem bedecken sie wie ein Deckel die nachfolgenden Beinpaare, die die Kiemen tragen, mit denen die Tiere atmen. Das letzte Beinpaar dient der Fortbewegung auf dem Meeresboden.

Auf dem Panzer des Vorderkörpers sitzt seitlich je ein so genanntes Komplexauge, das sich aus mehreren einzelnen Augen zusammensetzt. Zusätzlich befinden sich in der Mitte des Vorderkörpers dicht nebeneinander die zwei Mittelaugen.

Pfeilschwanzkrebse werden bis zu 70 Zentimeter lang und können bis zu fünf Kilogramm wiegen.
Heimat
Vor vielen Millionen Jahren waren Pfeilschwanzkrebse vermutlich in allen Meeren der Welt zu Hause. Heute findet man sie noch an der Atlantikküste Nordamerikas vom US-amerikanischen Maine bis nach Yukatan in Mexiko sowie in den tropischen Meeren Südostasiens.
Lebensraum
Pfeilschwanzkrebse sind reine Meeresbewohner. Sie leben auf dem Meeresboden. Die Pfeilschwanzkrebse der nordamerikanischen Küste kommen bis in 50 Meter Wassertiefe vor.
Rassen und Arten
Trotz ihres Namens "Pfeilschwanzkrebs" sind sie gar keine echten Krebse, sondern gehören zur Gruppe der Spinnentiere und dort zur Ordnung der Schwertschwänze. Deren Vorfahren gab es schon vor 440 Millionen Jahren auf der Erde.

Heute gibt es noch fünf verschiedene Arten der Pfeilschwanzkrebse, die in drei Gattungen aufgeteilt werden. Die Gattungen Tachypleus und Carcinoscorpius leben in den warmen, tropischen Ozeanen Südostasiens. Die Gattung Limulus lebt im gemäßigten Wasser an der nordamerikanischen Atlantikküste.
Lebenserwartung
Es ist nicht bekannt, wie alt Pfeilschwanzkrebse werden können.
Autorin: Barbara Kiesewetter