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Das Grüne Buch

Tierlexikon

Steckbrief
Verhalten
Pflege

Pfeilschwanzkrebs


Limulus polyphemus
Alltag
Pfeilschwanzkrebse  (Bild: SWR)
Pfeilschwanzkrebse sind lebende Fossilien: Frühe Verwandte von ihnen schwammen bereits vor über 250 Millionen Jahren durch die Ozeane.

Die Pfeilschwanzkrebse selbst gibt es bereits sein über 150 Millionen Jahren. Sie haben sich bis heute kaum verändert.

Das beweisen Funde von versteinerten Pfeilschwanzkrebsen. Diese hat man zum Beispiel in Solnhofen in Bayern entdeckt und sie sehen fast genauso aus wie ihre heute lebenden Nachkommen.

Überleben konnten sie so lange Zeit, weil sie sehr anpassungsfähig sind und sowohl unterschiedliche Salzgehalte des Meerwassers als auch verschiedene Wassertemperaturen gut vertragen.

Die urzeitlichen Meeresbewohner haben eine sehr eigenartige Art sich fortzubewegen:
Der lange Schwanz des Pfeilschwanzkrebses dient als Antrieb  (Bild: SWR)
Sie schwimmen mit dem Bauch nach oben im Wasser. Dabei bewegen sie ihre blattartig verbreiterten Beine auf und ab.

So können sie sich sehr geschickt und wendig durch das Wasser bewegen. Der lange Schwanz dient dabei als Antrieb.
Pfeilschwanzkrebs kriecht durch den Sand  (Bild: SWR)
Manchmal graben sie sich im Sand ein oder kriechen über den Meeresboden.

Dabei hinterlassen sie typische dreizehige Spuren im Sand. Solche Spuren hat man auch in versteinerter Form entdeckt und hielt sie früher irrtümlich für die Fußabdrücke eines urzeitlichen Vogels.
Freunde und Feinde
Vor allem Seevögel und Meeresschildkröten machen Jagd auf Pfeilschwanzkrebse. Aber auch die Menschen sind eine Bedrohung für sie, weil durch die Verschmutzung der Meere ihr Lebensraum bedroht ist.
Nachwuchs
Pfeilschwanzkrebse werden erst mit etwa neun bis zwölf Jahren geschlechtsreif. Obwohl sie Meeresbewohner sind, kommen sie zur Fortpflanzung im Frühjahr an Land. Dann kriechen sie zu Tausenden aus dem Wasser an die Strände, um sich dort zu paaren.

Das ist eine ziemlich langwierige Prozedur: Teilweise tragen die Weibchen die Männchen wochenlang auf ihrem Rücken umher. Dabei klammern sich die Männchen mit dem ersten hakenförmigen Laufbeinpaar am Körper des Weibchens fest. Schließlich legt dieses 200 bis 1000 je zwei bis drei Millimeter große Eier in eine Sandmulde ab. Dort werden sie vom Männchen besamt.

Aus den Eier schlüpfen zunächst ein Zentimeter lange Larven, die im freien Wasser schwimmen und im Sand nach Futter graben. Die Larven wachsen zu Pfeilschwanzkrebsen heran und müssen sich dabei mehrmals häuten, wenn ihr Panzer zu klein wird.