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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Pferd

Tarnbemalung soll Pferde schützen

Autorin: Aurelia Amann
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Viele Pferdebesitzer malen bunte Streifen auf ihre Pferde. Was steckt dahinter?
Eine Stute läuft mit ihrem Fohlen über eine Weide (Bild: picture alliance / dpa)

Equus caballus

Pferde sind nicht nur edle und schöne Tiere, sondern seit Jahrtausenden wichtige Helfer: Sie tragen Menschen über weite Strecken und transportieren auch schwere Lasten.
Aussehen
Hufe eines Pferdes (Bild: SWR)
Pferde gehören zu den so genannten Einhufern: Dieser Name beschreibt das typische Merkmal, das sie von allen anderen Huftieren unterscheidet:

Nur die Mittelzehe ihres Hufes ist in Form eines einzigen Hufs entwickelt. Von den übrigen Zehen sind nur winzige Reste übrig.
Der Kopf der Pferde ist groß und länglich.
Die Augen sitzen an den Seiten des Kopfes und die Oberlippe ist zu den samtweichen Nüstern ausgebildet.
Typisch sind außerdem die Mähne und der Schweif.

Eine Gruppe Wildpferde (Bild: SWR)Die vier langen Beine machen die Pferde zu schnellen Läufern.
So kann ein Rennpferd bis zu 60 Stundenkilometer schnell sein.

Je nachdem, zu welcher Rasse sie gehören, können Pferde sehr schmal gebaut sein wie ein Rennpferd oder stämmig wie ein Arbeitspferd.
Heimat
Die direkten Vorfahren unserer Pferde stammen aus Inner-Asien. Heute sind Pferde jedoch durch den Menschen auf der ganzen Welt verbreitet.
Lebensraum
Pferde sind ursprünglich reine Steppentiere. Sie sind perfekt an das Leben in der Steppe angepasst und sind Lauf- und Fluchttiere. Die gezüchteten Hauspferde sind heute überall zu finden, wo Menschen leben.
Rassen und Arten
Zebras gehören zur Gattung der Pferde. (Bild: SWR)Zur Gattung der Pferde gehören fünf Untergattungen: Dies sind die Zebras, die Grévy-Zebras, die Wildpferde, die Asiatischen Wildesel und die Afrikanischen Wildesel.

Insgesamt gibt es nur sechs Arten, aber mehrere Unterarten.
Zu den früher in Europa und Asien heimischen Wildpferden gehören der Tarpan, das Przewalski-Pferd sowie zwei Unterarten des europäischen Waldwildpferdes.

Zwei Wildpferde (Bild: SWR)Lange dachte man, dass das Urwild- oder Przewalski-Pferd der Vorfahr unseres Hauspferdes sei. Heute geht man davon aus, dass es das Exmoorpony ist.
Es gibt eine Vielzahl von Pferderassen, die vom Menschen gezüchtet wurden. Sie werden in unterschiedliche Gruppen zusammengefasst:

Vollblüter haben einen relativ langen Körper und schmalen Kopf und sind sehr temperamentvoll.

Die so genannten Halbblüter wurden mit ruhigeren Pferden gekreuzt, zu ihnen gehören zum Beispiel die Trakehner Pferde und die Hannoveraner.

Ardenner (Bild: SWR)Die dritte Gruppe sind die Kaltblüter: Sie sind schwere, kräftige Arbeitspferde mit einem mächtigen Kopf und einem starken Nacken.
Eine der bekanntesten und ältesten Rassen von ihnen ist der Französische Ardenner.
Er stammt vermutlich vom prähistorischen Solutré-Pferd ab und wurde schon zur Zeit der alten Römer als Zug- und Kriegspferd verwendet. Sie werden 1,55 bis 1,65 Meter groß.
Wie bei vielen Kaltblütern sind auch ihre Beine an der Unterseite lang behaart.

Das Fell von Pferden kann verschiedene Farben haben, von Schwarz über Beige und Braun bis Weiß.
Apfelschimmel (Bild: SWR)
Weiße Pferde nennt man Schimmel. Sie kommen allerdings dunkel zur Welt und werden erst im Lauf von zwei bis zwölf Jahren weiß.
In einem bestimmten Stadium des Farbwechsels haben die Tiere dunkle Punkte oder kreisförmige Flecken im Fell - dann heißen sie Apfelschimmel. Meist werden sie mit zunehmendem Alter ganz Weiß. Manche von ihnen behalten diese Flecken jedoch ein Leben lang.
Lebenserwartung
Ein Wildpferd (Bild: SWR)Bei guter Pflege und artgerechter Haltung können Hauspferde etwa 30 Jahre alt werden, manche sogar noch älter. Wildpferde erreichen dagegen kein so hohes Alter.

Das Alter der Pferde kann man an der Form ihrer Zähne ablesen. Im Alter von zweieinhalb bis viereinhalb Jahren verlieren Pferde ihre Milchzähne und bekommen ihre richtigen Zähne. Je nach Alter haben sie unterschiedlich viele und tiefe schwarze Vertiefungen, an denen Pferdekenner das Alter bestimmen können.
Autorin: Barbara Kiesewetter