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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Rebhuhn

Rebhuhn (Bild: SWR)

Perdix perdix, Feldhuhn

Rebhühner gehören zur Familie der Glattfußhühner. Im Gegensatz zu einem Rauhfußhuhn, wie einem Auerhuhn, besitzen sie keine Federn an der Füßen.
Aussehen
Das Rebhuhn sieht ein bisschen pummelig aus: Sein Körperbau ist ähnlich wie der eines ganz gewöhnlichen Huhns; sein Hals, sein Schwanz und seine Beine sind aber kürzer. Das Rebhuhn ist überhaupt deutlich kleiner als ein Huhn. Es wird höchstens 30 Zentimeter lang, 300 bis 450 Gramm schwer und erreicht eine Spannweite von etwa 45 Zentimetern.
Die Federn des Rebhuhns sind rotbraun bis braun. Nur am Bauch und an der Brust sind die Federn heller. Weibchen und Männchen sehen sich übrigens sehr ähnlich, nur an einem kastanienbraunen, hufeisenförmigen Fleck auf der Brust ist der Unterschied zu erkennen: Beim Männchen ist der Fleck deutlicher zu erkennen als beim Weibchen.
Heimat
Kopf eines Rebhuhns (Bild: SWR)
Das Rebhuhn lebt in ganz Europa - von England im Westen bis nach Nord- und Zentralasien im Osten. Es gibt zwar auch in Nordamerika und Neuseeland Rebhühner - das aber nur aus einem einzigen Grund: Der Mensch hat sie dorthin gebracht. Vor vielen Jahren lebten die Rebhühner nur in den Steppen Afrikas und in den Heidelandschaften Osteuropas.

Erst als die Menschen in Mitteleuropa begannen mehr Ackerbau zu betreiben, fand das Rebhuhn auch bei uns einen geeigneten Lebensraum.
Lebensraum
In offenen Landschaften, in denen der Boden mit Gräsern bewachsen ist, nisten und brüten Rebhühner besonders gern. Sie lieben Wiesen, die kaum gemäht werden und Felder mit hohen Pflanzen. Dort können sich Rebhühner gut verstecken, und sie finden genug Nahrung. Auch in Heidenlandschaften, Moorgebieten, Steppen und an den Rändern von Wüsten fühlen sich Rebhühner wohl. Gebiete mit vielen Bäumen werden von ihnen gemieden.
Rassen und Arten
Das Rebhuhn ist ein Mitglied der Fasanenfamilie und gehört zu den Hühnervögeln. In Asien kommen zwei enge Verwandte des europäischen Rebhuhns "Perdix perdix" vor. "Perdix barbata" lebt in China, "Perdix hogsoniae" kommt in den Bergen Zentralasiens und im Himalaja-Gebirge vor.
Autorin: Barbara Kiesewetter