
Es gibt etwa 20 verschiedene Unterarten des Rentiers, die sich aber alle sehr ähnlich sind. Dazu gehören das Nordeuropäische Rentier, das Spitzbergenren, das Tundraren, das Westkanadische Waldren oder Karibu und das Barren-Ground-Karibu.
Sie alle unterscheiden sich vor allem in der Größe: Die so genannten Waldrene, die vor allem im Wald leben, sind meist größer als die Tundrarene, die in erster Linie die Tundra bewohnen. Diese haben meist auch ein dunkleres Fell. Die vielen verschiedenen Unterarten entstanden, weil Rentiere in einem so großen Verbreitungsgebiet leben. Sie haben sich an die jeweiligen ganz speziellen Umweltbedingungen angepasst.
In Nordeuropa leben neben den zahmen Rentierherden, die im Besitz der Samen sind, auch heute noch wilde Rentiere: Die größte Herde von Wild-Rentieren in Europa findet man auf der so genannten Hardangervidda, einer Hochebene in Süd-Norwegen. Diese Herde zählt rund 10.000 Tiere. Ansonsten kommen Wild-Rentiere in Europa nur noch sehr selten vor.