In ihrem natürlichen Lebensraum pflanzen sich Rotaugenlaubfrösche während der Regenzeit fort.
Die Männchen locken die Weibchen mit lauten Rufen an. Nähert sich ein Weibchen, klettert das Männchen auf dessen Rücken. Dort bleibt es sitzen und lässt sich herumtragen.
Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Konkurrenten ihm den Platz auf dem Weibchen streitig machen und versuchen, es herunterzuschubsen.
Schließlich legt das Weibchen seine Eier an die Unterseite eines Blattes, das über dem Wasser hängt ab. Damit die Eier nicht austrocknen, besitzen sie eine wasserhaltige Gallerthülle. Nach spätestens sieben Tagen schlüpfen die Kaulquappen und fallen ins Wasser.
Droht allerdings schon vor dem Schlüpfen die Gefahr, dass die Eier zum Beispiel von Schlangen gefressen werden, zeigen die Larven einen einmaligen Trick: Sie können blitzschnell bis zu zwei Tage vor dem eigentlichen Schlüpftermin ihre Gallerthüllen sprengen und ins Wasser springen.
Dort machen sie nach und nach die Verwandlung zum Frosch durch: Nach etwa drei Monaten klettern winzige Jungfrösche aus dem Wasser. Sie werden etwa mit eineinhalb bis zwei Jahren geschlechtsreif.