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Das Grüne Buch

Tierlexikon

Steckbrief
Verhalten
Pflege

Rotflossen - Antennenwels


Phractocephalus hemioliopterus
Alltag
Rotflossen-Antennenwelse sind Raubfische   (Bild: SWR)
Rotflossen-Antennenwelse sind richtige Raubfische. Deshalb können sie in großen Zoo-Aquarien auch nicht mit kleinen Fischen, sondern nur mit anderen großen Fischen zusammen gehalten werden.

Rotflossen-Antennenwelse sind Einzelgänger. Sie sind vor allem in der Nacht aktiv.

Dann kommen sie aus ihren Verstecken und dem tiefen Wasser und schwimmen zu den flacheren Uferregionen. Dort machen sie Jagd auf schlafende Fische.
Rotflossen-Antennenwelse  auf Beutezug  (Bild: SWR)
Jedes Jahr, wenn andere Fische in großen Schwärmen am Beginn der Regenzeit zu ihren Laichgründen wandern, ist für die Antennenwelse Festzeit:

Sie ziehen mit den Fischschwärmen mit und machen reiche Beute.


Je älter Rotflossen-Antennenwelse werden, umso träger und fauler werden sie jedoch. Meist lauern sie dann in ihren Verstecken nur noch ruhig auf Beute.
Rotflossen-Antennenwelse können zahm werden  (Bild: SWR)
Auch wenn sie in der freien Natur richtige Räuber sind, können in Gefangenschaft gehaltene Rotflossen-Antennenwelse sehr zahm werden. Sie fressen ihrem Pfleger dann sogar aus der Hand.

Sind sie einmal zutraulich geworden, kann man sie auch eher mit anderen großen Fischen zusammen im Becken halten, weil sie dann weniger aggressiv sind.
Das Sekret der Schwanzflosse ist vermutlich hautreizend  (Bild: SWR)
Bei Bedrohung geben die Rotflossen- Antennenwelse ein rotes Sekret über die Schwanzflosse ab. Dieses Sekret ist zwar nicht giftig, verwirrt aber den Verfolger, weil es ihn rot einfärbt.

Von anderen Welsen weiß man aber, dass sie Sekrete absondern, die sogar giftig sind.
Freunde und Feinde
Rotflossen-Antennenwelse haben kaum Feinde.   (Bild: SWR)
Außer dem Menschen haben erwachsene Rotflossen-Antennenwelse kaum Feinde.

Die Fische werden in manchen Regionen Südamerikas aber gerne von Fischern gefangen, verkauft und sogar exportiert. Zu manchen Zeiten gilt das Fleisch der Fische jedoch als giftig.

Außerdem werden Rotflossen-Antennenwelse immer öfter an Aquarien-Liebhaber verkauft: Viele der Tiere sind nach dem langen Transport aber oft geschwächt und krank.
Nachwuchs
Nachdem Rotflossen-Antennenwelse mit ihren Beutefischen zu deren Laichgründen gezogen sind, sind sie so voll gefressen, dass die Weibchen reichlich Eier - genannt Laich - und die Männchen reichlich Spermien - genannt Milch - entwickeln können.

Sie laichen dann ab und nach einiger Zeit schlüpfen die Jungen, die von Anfang an räuberisch leben. Unter den Jungtieren der Beutefische finden sie reichlich Futter.