Hirsche werden erst gegen Abend in der Dämmerung aktiv. Früher war das jedoch anders: da waren die Hirsche am Tag unterwegs.
Weil sie vom Menschen stark gejagt wurden, halten sie sich am Tag meist versteckt.
Erst in der Abenddämmerung kommen sie zum Fressen hervor.
Weibchen und Männchen leben meist getrennt. Die Weibchen leben zusammen mit den Jungtieren in Rudeln und werden von einer alten Hirschkuh angeführt. Die Männchen ziehen entweder als Einzelgänger durch die Wälder oder tun sich zu kleinen Gruppen zusammen.
Wer weiß, wo Hirsche in einem Waldgebiet leben, kann sie ziemlich leicht beobachten, weil sie immer wieder die gleichen Wege benutzen. Solche Wege werden Wechsel genannt.
Rothirsche sind nicht nur gute Läufer, sondern können auch prima springen und schwimmen. Feinde entdecken sie meist schon von weitem, weil sie gut hören, sehen und riechen können.
Wundert euch nicht, wenn ihr einmal Hirsche ohne Geweih seht: Erstens tragen bei den Rothirschen nur die Männchen Geweihe, und zweitens werfen die Männchen zwischen Februar und April ihr altes Geweih ab. Das könnt ihr mit viel Glück sogar im Wald finden. Bis Ende August ist dann das neue Geweih nachgewachsen. Es ist zunächst noch von einer Haut, dem so genannten Bast bedeckt, den die Hirsche nach und nach abstreifen, indem sie das Geweih an Baumstämmen reiben.