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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Schlangen

Steckbrief: Schlangen

Redaktion: Oliver Neitzel
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Es gibt insgesamt 3000 Schlangen-Arten. Im Grünen Buch stellt OLI die Klapperschlange, die Kobra und die Ringelnatter vor.
Die weltweit größte Speikobra (Bild: picture-alliance/ dpa)

Serpentes

Schlangen sind faszinierend und unheimlich zugleich. Obwohl sie keine Beine haben, können sie sich mit ihrem langen schlanken Körper blitzschnell fortbewegen.
Aussehen
OLI streichelt eine Boa (Bild: SWR)Schlangen gehören zur Klasse der Reptilien und dort zur Ordnung der Schuppenkriechtiere. In dieser bilden sie die Unterordnung der Schlangen.
Sie sind eine uralte Tiergruppe, die von echsenartigen Vorfahren abstammt. Allen ist gemeinsam, dass ihr Körper sehr lang ist und Vorder- und Hinterbeine zurückgebildet sind.

OLI bewundert einen Tigerpython in seinem Terrarium (Bild: SWR)Die kleinste Schlange wird nur zehn Zentimeter lang, die größten wie etwa ein Tigerpython sechs bis acht Meter, die Anakonda in Südamerika erreicht sogar neun Meter Länge.
Trotz des einheitlichen Körperbaus sehen Schlangen ganz unterschiedlich aus:
Züngelnde Kobra mit erhobenem Kopf (Bild: SWR)Manche sind eher kurz und dick, andere sehr dünn, ihr Körperquerschnitt kann rund, dreieckig oder oval sein. Auch die Anzahl ihrer Wirbel, ist je nach Art unterschiedlich, sie reicht von 200 bis etwa 435 Wirbeln.
Allen Schlangen gemeinsam ist das schuppige Hautkleid, das aus hornartigen Schuppen besteht. Es schützt sie vor Sonne und Austrocknung.
Teil einer abgelegten Schlangenhaut (Bild: SWR)Das Schuppenkleid ist je nach Art unterschiedlich gefärbt und trägt verschiedene Muster. Weil das Schuppenkleid nicht mitwachsen kann, wenn die Tiere größer werden, müssen sich Schlangen von Zeit zu Zeit häuten. Dabei reiben sie die Schnauze an einem Stein oder Ast, sodass die alte Haut reißt.
Dann streifen sie das alte Hautkleid ab, und das neue, größere kommt darunter zum Vorschein. Dieses alte Schuppenkleid wird auch Schlangenhemd genannt.
Eine "züngelnde" Klapperschlange (Bild: SWR)Schlangen besitzen keine Augenlider. Die Augen sind vielmehr von einer durchsichtigen Schuppe bedeckt.
Schlangen können aber nicht besonders gut sehen. Sehr gut ist dagegen ihr Geruchssinn ausgebildet. Mit ihrer gespaltenen Zunge nehmen Schlangen ganz feine Duftspuren wahr.
Offener Mund einer Tigerpython (Bild: SWR)Die Zähne im Maul der Schlangen dienen nicht zum Kauen, sondern zum Festhalten der Beute.
Giftschlangen besitzen zudem spezielle Giftzähne, die mit den Giftdrüsen verbunden sind.
Verliert eine Schlange einen Zahn, wird er durch einen neuen ersetzt.
Heimat
Schlangen gibt es fast auf der ganzen Welt, außer in sehr kalten Regionen wie der Arktis, der Antarktis und in Gebieten wie zum Beispiel Teilen Sibiriens oder Alaskas, in denen der Boden das ganze Jahr über gefroren ist.
In Deutschland gibt es nur wenige Schlangen: Die Ringelnatter, die Schlingnatter, die Würfelnatter und die Äskulapnatter. Die einzige einheimische Giftschlange in Deutschland ist die Kreuzotter.
Lebensraum
Kobra (Bild: SWR)Schlangen besiedeln die unterschiedlichsten Lebensräume:
Von Wüsten über den Dschungel bis hin zu Äckern, Feldern und in Seen.
Sie halten sich auf dem Boden ebenso auf wie in Erdlöchern oder hoch oben auf Bäumen.
Einige leben sogar im Meer.
Rassen und Arten
Auf der ganzen Welt gibt es etwa 3000 Schlangenarten. Sie werden in drei große Gruppen eingeteilt: Würgeschlangen, Nattern und Vipern.
Autorin: Barbara Kiesewetter