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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Seehund

OLI besucht Heuler in der Seehundstation

Redaktion: Oliver Neitzel
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In der Seehundstation in Norddeich erfährt OLI, warum die kleinen Seehunde "Heuler" heißen.
Eine Seehund-Mama mit Nachwuchs schwimmt in der Nordsee (Bild: picture alliance / dpa)

Phoca vitulina

Das Lebenselement der sympathischen Seehunde ist das Wasser. Hier finden sie sich auch blind zurecht und faszinieren uns mit ihren eleganten Schwimmkünsten.
Aussehen
Ein fast schwarzer Seehund (Bild: SWR)Seehunde gehören zur Familie der Hundsrobben und zur Ordnung der Raubtiere. Sie sind schlanker als andere Robben.
Die Männchen werden im Durchschnitt bis zu 180 cm lang und 150 Kilogramm schwer, die Weibchen 140 Zentimeter und 100 Kilogramm.
Ihr Kopf ist rundlich, ihr Fell weißlich-grau bis graubraun gefärbt. Es trägt ein Muster aus Flecken und Ringen.
Flosse eines Seehundes (Bild: SWR)Je nach Region können Färbung und Muster sehr unterschiedlich sein. An den deutschen Küsten sind die Tiere meist dunkelgrau mit schwarzen Flecken.
Seehunde haben sich in ihrer Entwicklung perfekt auf das Leben im Wasser eingerichtet.
Ihr Körper ist stromlinienförmig, die Vorderbeine sind zu flossenähnlichen Gebilden umgewandelt, die Hinterbeine zu Schwanzflossen.
Fast schwarzer Seehund (Bild: SWR)Zwischen den Zehen besitzen sie Schwimmhäute.
Ihre Ohren sind zurückgebildet, so dass am Kopf nur noch die Ohrlöcher zu sehen sind.

Die Nasenlöcher sind ein schmaler Spalt und können sich beim Tauch ganz verschließen. Typisch ist der Bart mit langen Barthaaren.
Heimat
Seehunde sind auf der ganzen Nordhalbkugel verbreitet. Sie kommen sowohl im Atlantik als auch im Pazifik vor. In Deutschland sind sie vor allem in der Nordsee zu finden. In der Ostsee trifft man sie dagegen nur ganz selten, und dann an den Küsten dänischer und südschwedischer Inseln.
Lebensraum
Ein Seehund im Wasser (Bild: SWR)Seehunde leben sowohl an sandigen als auch an felsigen Küsten. Meist halten sie sich in flachen Meeresteilen auf.
Manchmal wandern Seehunde aber auch für kurze Zeit in Flüsse.
Eine Unterart lebt sogar in einem Süßwasser-See in Kanada.
Rassen und Arten
Seehunde im Wasser (Bild: SWR)Man unterscheidet fünf Unterarten des Seehunds. Jede von ihnen lebt in einer anderen Region. Der Europäische Seehund ist, wie sein Name sagt, an den Küsten Europas verbreitet. Der Kurilenseehund lebt an den Küsten Kamtschatkas und Nordjapans sowie der Kurilen-Inseln.
Die einzige Unterart, die im Süßwasser vorkommt, ist der Ungava-Seehund. Er lebt in einigen Seen in der kanadischen Provinz Québec. Die vierte Unterart kommt an der Ostküste, die fünfte an der Westküste Nordamerikas vor.
Lebenserwartung
Seehunde können im Durchschnitt 30 bis 35 Jahre alt werden. Weibchen erreichen meist ein höheres Alter als die Männchen.
Autorin: Barbara Kiesewetter