Zum Brüten suchen sich Singschwäne große Reviere an flachen See-Ufern oder in sumpfigen Fluss-Mündungen hoch oben im Norden Europas.
Der Nestbau ist Sache des Weibchens - es errichtet aus Zweigen, Schilf und Grasbüscheln ein großes, haufenförmiges Nest.
Die Nester liegen meist direkt am Ufer oder auf kleinen Inseln. Sie werden mit Dunen - den weichen, wärmenden Federn, die unter den normalen weißen Federn liegen - ausgekleidet, damit es die Eier und später die Jungen schön warm haben.
Schließlich legt das Weibchen jeden zweiten Tag ein Ei. Hat es fünf bis sechs der 11,5 Zentimeter großen, cremefarbenen Eier gelegt, beginnt die Schwanenmutter mit dem brüten. Dies ist meist zwischen Mitte Mai und Mitte Juni der Fall. Dann sitzt sie 35 bis 38 Tage auf den Eiern. In dieser Zeit wird sie vom Männchen (das nicht brütet) bewacht.
Schließlich schlüpfen die Jungen. Sie klettern nicht wie bei den Höckerschwänen auf den Rücken der Eltern, sondern wandern mit ihnen im Gänsemarsch über die Wiesen: Zuerst kommt die Mutter, dann die jungen Schwäne und zum Schluss der Vater.
Die Kleinen tragen ein graues Federkleid aus weichen Daunen.
Wenn sie etwas größer sind, wächst ihnen ein graubraunes Federkleid, und erst im ersten Winter sprießen die weißen Federn. Wenn sie 75 Tage alt sind, lernen sie fliegen.
Im zweiten Winter ist ihr Federkleid schließlich leuchtend weiß: Jetzt sind die jungen Schwäne erwachsen und werden geschlechtsreif.