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Stachelschwein

Alltag
Stachelschwein (Bild: SWR)
Stachelschweine sind nachtaktive Tiere und werden erst am Abend munter.

Zur Orientierung in der Dunkelheit nutzen sie vor allem ihren sehr gut entwickelten Geruchs-, Tast- und Gehörsinn. Dagegen können sie mit ihren kleinen Augen nicht besonders gut sehen.
Mit ihrem dichten Stachelkleid fühlen sich die Tiere ziemlich sicher.

Nagendes Stachelschwein (Bild: SWR)
Deshalb geben sie sich auch keine Mühe, sich zu verstecken, wenn sie abends aus ihrem Bau kommen.

Sie sind sogar ziemlich laut und grunzen und schnauben.
Den Tag verbringen Stachelschweine schlafend in ihren Bauten. Das können unterirdische Höhlen aber auch Nischen in Felsen sein.

Den Bau graben sie selber oder übernehmen einen verlassenen. Meist bleibt ein Stachelschwein viele Jahre dort und erweitert ihn immer wieder.

Ein Stachelschwein im Zoo guckt durch eine Luke ins Freie (Bild: SWR)
Die größten bekannten Bauten sind 20 Meter lang und liegen bis zu zwei Meter unter der Erde.
Stachelschweine leben als feste Paare zusammen. Oft entstehen ganze Familiengruppen, die aus den Eltern, den älteren Jungen und den neugeborenen Stachelschweine bestehen.

Fremden Stachelschweinen gegenüber sind sie jedoch ziemlich abweisend.
Freunde und Feinde
Stachelschwein in Verteidigungsstellung (Bild: SWR)
Stachelschweine können auf Feinde, wie zum Beispiel Raubtiere, richtig Eindruck machen:

Bei Gefahr stellen sie ihre Stacheln auf, knurren, fauchen und stampfen mit ihren Hinterbeinen auf den Boden. Außerdem schütteln sie ihren Schwanz, so dass die hohlen Stacheln laut rasseln.
Sucht der Feind dann immer noch nicht das Weite, bewegt sich das Stachelschwein seitlich oder rückwärts auf ihn zu und pickst ihn kräftig mit seinen Stacheln.
Manchmal bleiben dabei die Stacheln stecken und verursachen schmerzhafte Wunden, die sich auch entzünden können.

In früherer Zeit zählten auch die Menschen zu den Feinden der Stachelschweine. Ihr Fleisch galt zum Beispiel bei den Römern als Delikatesse.
Nachwuchs
Die Paarung der Stachelschweine findet im April statt. Nach 63 bis 65 Tagen bringt das Weibchen ein bis vier Junge zur Welt. Sie wiegen nur 350 Gramm und besitzen schon Zähne und ein Stachelkleid. Die Stacheln sind aber noch weich, so dass sie die Mutter nicht verletzen.

Schon mit etwa einer Woche wagen sie sich aus dem Bau, um zu spielen. Die ersten 60 Tage werden die Stachelschweinbabys von der Mutter gesäugt. Bis zu einem Alter von sechs bis sieben Monaten helfen die Eltern noch bei der Nahrungssuche. Geschlechtsreif werden sie etwa mit einem Jahr.
Sprache
Stachelschweine können viele verschiedene Laute von sich geben, die ihre Stimmungen ausdrücken: Sie grunzen und schnauben. Wenn sie sich bedroht fühlen, knurren sie auch laut.
Autorin: Barbara Kiesewetter

 
 
 
 
 
 
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