SWR Kindernetz
ProgrammvorschauNewsletter

Tierlexikon für Kinder - Archiv

Stelzenläufer

Ein Stelzenläufer trocknet durch das Schlagen mit den Flügeln sein Gefieder (Bild: picture-alliance/ dpa)

Himantopus himantopus

Ein bisschen sehen sie aus wie ein Storch im Miniatur-Format: Ellenlange rote Beine, ein langer Schnabel und ein schwarzweißes Federkleid sind die typischen Merkmale der Stelzenläufer.
Aussehen
Die langen, roten Beine eines Stelzenläufers (Bild: SWR)Stelzenläufer gehören zur Familie der Säbelschäbler und zur Ordnung der Wat- und Möwenvögel.
Sie sind unverkennbar: Kaum ein anderer Vogel hat im Vergleich zur Körpergröße so lange rote Beine. Stelzenläufer werden etwa 33 bis 36 Zentimeter groß, der Körper selbst ist nur etwa so groß wie der einer Taube. Die Beine machen rund 60 Prozent der Körpergröße aus.
Stelzenläufer steht auf einem Baumstamm (Bild: SWR)Das Federkleid ist auf der Bauchseite weiß, Rücken und die Oberseite des Kopfs sind schwarz gefärbt.
Auch der dünne, lange Schnabel ist schwarz. Die schwarzen Federn der Weibchen sind eher bräunlich. Ältere Tiere besitzen am Kopf immer weniger schwarze Federpartien und die Federn an der Brust färben sich leicht rosarot.

Junge Stelzenläufer haben zunächst einen eher bräunlichen Rücken und gelbrote Beine. Erst nach und nach färben sich die Federn schwarz und die Beine leuchtend rot.
Heimat
Stelzenläufern leben überwiegend in den Tropen und Subtropen der ganzen Welt. Die kommen in Südeuropa ebenso vor wie in Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika sowie in Australien und Neuseeland.
Stelzenläufer putzt sich sein Gefieder (Bild: SWR)Stelzenläufer sind seit jeher immer wieder auch nach Mitteleuropa eingewandert. Sie tun dies vor allem in Jahren, in denen in ihren Lebensräumen rund ums Mittelmeer zu trocken ist. Deshalb und weil es bei uns aufgrund des Klimawandels immer wärmer wird, sind auch in Deutschland immer häufiger zu sehen.
Im Winter ziehen die Tiere, die relativ weit im Norden leben, aber wieder in wärmere Gebiete - meist in die Tropen.
Lebensraum
Vorne ein Stelzenläufer und im Hintergrund ein Säbelschnäbler (Bild: SWR)Stelzenläufer brauchen Wasser: Sie sind deshalb in Gebieten mit Sümpfen, flachen Seen und Teichen zu finden, außerdem in Lagunen und Salinen.
Direkt an Meeresküsten sind sie selten zu sehen. Im Mittelmeergebiet halten sie sich - beispielsweise in Spanien und Ägypten - sehr gerne auf überfluteten Reisfeldern auf.
Rassen und Arten
Stelzenläufer unterscheiden sich in den verschiedenen Regionen der Welt in ihrer Färbung. Manche haben einen schwarzen Kopf, bei anderen ist der Kopf fast ganz weiß. Die Forscher streiten sich aber noch darüber, ob es sich dabei um verschiedene Unterarten oder um verschiedene Arten handelt.
Lebenserwartung
Wie alt Stelzenläufer in der Natur werden, ist nicht genau bekannt. Im Zoo können die Vögel bis zu zehn Jahre alt werden.
Autorin: Barbara Kiesewetter