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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Stirnlappenbasilisk

Ein Stirnlappenbasilisk sitzt auf einem Baum (Bild: www.colourbox.com)

Basiliscus plumifrons

Dank seiner smaragdgrünen bis blauen Färbung und dem eindrucksvollen Kopfsegel ist der Stirnlappen-Basilisk unverkennbar.
Aussehen
Männlicher Stirnlappenbasilisk (Bild: SWR)Der Stirnlappenbasilisk gehört zur den Kriechtieren und dort zur Familie der Leguane und zur Gattung der Basilisken. Sein typisches Kennzeichen ist der kleine Stirnlappen sowie der große Hinterkopflappen. Diesen nennt man auch Kopfsegel, weil er wie ein Segel vom Kopf nach hinten absteht.
Auf der Mitte des Rückens ziehen sich Hautkämme vom Kopf bis zum Schwanz entlang. Sie werden von Knochenspangen gestützt und können bis zu fünf Zentimeter hoch werden.
Stirnlappenbasiliskweibchen auf einem Ast (Bild: SWR)Ihr Körperbau gleicht dem eines Leguans. Die Tiere werden bis zu 70 Zentimeter lang, manche sogar noch länger. Zwei Drittel davon macht allerdings der Schwanz aus. Er erreicht eine Länge von 50 bis 55 Zentimeter. Die vier Beine sind kräftig. Wie alle Kriechtiere häuten sich die Stirnlappenbasilisken regelmäßig.
Die Hautschuppen der Stirnlappenbasilisken sind smaragdgrün, dunkelgrün oder blaugrün gefärbt. Auf der Bauchseite sind sie etwas heller, am Rücken tragen sie eine gelbe bis bläuliche Sprenkelung.
Weiblicher Stirnlappenbasilisk auf einem Ast (Bild: SWR)Bei den Weibchen sind die Hautkämme auf dem Rücken und der Stirnlappen sehr viel weniger ausgeprägt, auch der Hinterkopflappen ist viel kleiner als bei den Männchen.
Diese Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen zeigen sich aber erst im Alter von sieben bis zwölf Monaten.
Vorher sind die Tiere kaum zu unterscheiden.
Heimat
Stirnlappenbasilisken kommen nur in Mittelamerika vor. Hauptverbreitungsgebiet sind die Länder Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panama.
Lebensraum
Stirnlappenbasilisk (Bild: SWR)Stirnlappenbasilisken sind Tropenbewohner.
Sie leben in schattigen Regenwäldern und Feuchtgebieten bis in 25 Meter Höhe über dem Meer.
Dort halten sie sich vor allem auf Bäumen auf. Wichtig ist, dass die Bäume in der Nähe von Gewässern stehen.
Am Boden sind die Tiere nur selten zu finden.
Rassen und Arten
Im tropischen Mittel- und Südamerika gibt es fünf verschiedene Basilisken-Arten.
Neben dem Stirnlappenbasilisken sind dies der Helmbasilisk, der in Mittelamerika, Kolumbien und Venezuela vorkommt.
Der Ecuadorbasilisk lebt von Costa Rica bis ins westliche Kolumbien und in Ecuador.
Der Kronenbasilisk bewohnt die Wälder vom Südosten Mexikos bis Nicaragua, der Streifenbasilisk lebt von Südmexiko bis Kolumbien.
Lebenserwartung
In Gefangenschaft können Stirnlappenbasilisken bis zu 15 Jahre alt werden, wenn man sie gut pflegt. In der Natur sterben sie meist sehr viel früher, vermutlich schon mit acht Jahren. Weibchen leben im Allgemeinen weniger lang als Männchen.
Autorin: Barbara Kiesewetter