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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Storch

Steckbrief: Störche

Redaktion: Claudia Schwab
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Störche sind Zugvögel, die vor dem Winter nach Afrika fliegen. Dabei legen sie mehr als 1000 Kilometer zurück.
Storch (Bild: SWR)

Ciconia ciconia

Er ist einer unserer bekanntesten Vögel: In Norddeutschland wird der Weiß-Storch auch "Adebar" genannt. Das bedeutet "Glücksbringer".
Aussehen
Storch (Bild: SWR)Störche messen vom Kopf bis zum Schwanz etwa 110 Zentimeter, sie haben eine Flügelspannweite von bis zu 220 Zentimeter. Störche wiegen zwischen drei und vier Kilogramm.

Männchen und Weibchen sehen gleich aus, nur sind die Männchen meist etwas größer und schwerer als die Weibchen.

Ihr Gefieder ist weiß, die Schwingen der Flügel sind schwarz gefärbt. Dazu kommt der lange, gerade Hals, der lange rote Schnabel und die langen roten Beine - dadurch ist der Storch unverwechselbar und zugleich einer unserer größten Landvögel.
Die Storcheneltern mit ihren Jungen im Nest (Bild: SWR)Manchmal sind die Federn vorn am Hals verlängert. Bei den Jungvögeln ist das aber noch nicht der Fall.

Der Schnabel der jungen Störche ist zunächst dunkel und wird dann blassrot, bevor er schließlich so rot wird wie der der erwachsenen Tiere.
Ein fliegender Storch (Bild: SWR)Störche sehen Reihern ähnlich, lassen sich aber bei genauem Hinsehen schon im Flug von ihnen unterscheiden:

Während Reiher beim Fliegen Hals und Beine anziehen, halten Störche sowohl Hals als auch Beine im Flug lang ausgestreckt.
Heimat
Weiß-Störche sind von Süd- über Mittel- bis Osteuropa zu Hause. Sie sind aber nicht mehr so weit verbreitet wie früher, sondern kommen nur noch in einigen Regionen vor, weil sie immer weniger geeignete Lebensräume finden.
Lebensraum
Ein Storch in seinem Horst (Nest) (Bild: SWR)Störche brauchen zum Leben feuchte Wiesen mit Teichen, Weihern und Baumgruppen oder Sümpfe. Wälder meiden sie.
Störche findet man aber auch oft in der Nähe von Siedlungen: Die Störche sind den Menschen gefolgt, weil sie auf ihren Wiesen reichlich Nahrung fanden.
Und dort bauen sie auch oft ihre Nester - auf Häusern, Bäumen oder Felsen.
Rassen und Arten
Die Störche bilden eine eigene Familie, zu der 18 verschiedene Arten gehören. Früher zählten sie die Wissenschaftler zusammen mit den Reihern und Ibissen zur Ordnung der Stelzvögel; heute vermutet man, dass Störche viel näher mit den Neuweltgeiern wie etwa dem Kondor verwandt sind.
Neben unserem Weiß-Storch ist der Buntstorch und der bei uns sehr seltene Schwarzstorch bekannt.
Lebenserwartung
Störche können ziemlich lange leben. Der älteste bekannte Storch in freier Wildbahn wurde 33 Jahre alt.
Autorin: Barbara Kiesewetter