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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Tausendfüßer

Ein Tausendfüßer (Bild: www.colourbox.com)

Myriapoda

Die Tausendfüßer tragen ihren Namen, weil sie sehr viele Beine haben.
Einige Tausendfüßer-Arten krabbeln schon seit 400 Millionen Jahren über unseren Planeten.
Aussehen
Tausendfüßer (Schnurfüßer) auf einer Hand (Bild: SWR)Tausendfüßer gehören zum Tier-Unterstamm der "Tracheata", zu dem auch die Insekten zählen. Das heißt, dass sie - wie alle Insekten - als Atmungs-Organe Tracheen besitzen.
Tracheen sind winzige Röhren, die von ihrem Körperpanzer aus ins Innere führen und den ganzen Körper mit Luft versorgen.
Tausendfüßer gehören zum Stamm der Gliedertiere. Allen Tausendfüßern ist gemeinsam, dass ihr Körper aus vielen gleichartigen Körperabschnitten - den so genannten Segmenten - besteht.

Unterseite und Füße eines Tausendfüßers (Schnurfüßer) (Bild: SWR)An diesen Segmenten sitzen Beinpaare, die sich ebenfalls aus mehreren Abschnitten zusammensetzen.

Der Name Tausendfüßer ist übertrieben: Je nach Art besitzen sie zwischen acht und maximal 340 Beinpaare, also insgesamt höchstens 680 Beine. Am kapselförmigen Kopf sitzen die Mundwerkzeuge und zwei Augen. Viele Tausendfüßer besitzen - wie die meisten Gliedertiere - am Kopf zwei Antennen.

Die Farbe der Tausendfüßer ist je nach Art unterschiedlich: Sie können grau, bräunlich, schwarz oder fast weiß sein.
Heimat
Tausendfüßer kommen fast überall auf der Welt vor: Sie leben von den gemäßigten Klimazonen bis in die Tropen - dort sind die größten Exemplare zu finden.
Lebensraum
Roter Tausendfüßer (Schnurfüßer) mit gelben Beinen (Bild: SWR)Alle Tausendfüßer sind Landbewohner.
Sie brauchen aber einen feuchten Lebensraum, um überleben zu können.

Deshalb findet man sie vor allem im feuchten Boden, zum Beispiel im Unterholz des Waldes, in morschem Holz, im Garten, im Kompost oder aber unter Rinden.
Rassen und Arten
Bisher sind über 8000 verschiedene Tausendfüßer-Arten bekannt. In Wirklichkeit gibt es aber sehr viel mehr Arten. Bei jeder Expedition finden Forscher neue, noch unbekannte und nicht erforschte Tausendfüßer.
Autorin: Barbara Kiesewetter