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Termiten

Steckbrief: Termiten

Redaktion: Katrin Grünewald
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OLI weiß jetzt, dass Termiten und Ameisen ganz unterschiedlich sind. Das und noch viel mehr schreibt das gleich ins Tierlexikon.
Termiten auf einer Pflanze (Bild: dpa Picture-Alliance)

Isoptera

Termiten sind ganz schön klein, aber sie leben in riesigen Staaten zusammen - manchmal sind das einige Millionen Tiere.
So schaffen sie es, Bauten zu errichten, die mehrere Meter hoch sind.
Aussehen
Termiten auf einem Termitenhügel (Bild: SWR)Termiten gehören zu den Insekten und sind mit den Schaben und Fangheuschrecken verwandt. Ihr Körper besteht aus Kopf, Brust und Hinterleib, und sie besitzen drei Beinpaare.
Auf den ersten Blick sehen sie fast aus wie Ameisen.
Betrachtet man Termiten genauer, lässt sich erkennen, in welchen Merkmalen sie sich von den Ameisen unterscheiden: Ihr Hinterleib besitzt keine Einschnürung.

Links im Bild sind Termiten und rechts eine Ameise (Bild: SWR)Bei Ameisen ist der Hinterleib dagegen eingeschnürt, sodass zwischen Brust und Hinterleib ein Knötchen sitzt.
Außerdem sind Ameisen dunkel gefärbt, Termiten dagegen sind weiß, hell gelblich oder hellbraun.
Die fortpflanzungsfähigen Termiten, die sogenannten Geschlechtstiere, sind je nach Art fünf bis 15 Millimeter lang, die Arbeiter zwei bis zwölf Millimeter und die Soldaten drei bis 20 Millimeter.
Am Kopf sitzen die beißenden Mundwerkzeuge sowie zwei Fühler, die wie eine Schnur mit aufgereihten Perlen aussehen.
Eine Termite (Soldat) auf einer Hand (Bild: SWR)Geschlechtstiere besitzen Flügel, die sie jedoch nach dem Hochzeitsflug abwerfen, Arbeiter und Soldaten sind flügellos.
Außerdem haben nur die Geschlechtstiere Augen, die übrigen Termiten sind blind.
Termiten besitzen wie alle Insekten einen Chitinpanzer. Während dieser Schutzschild bei den meisten Insekten hart ist, ist er bei Termiten eher weich.
Dies ist eine Anpassung an ihr Leben in den großen Termitenbauten: Die Tiere brauchen dort keinen so harten Panzer, weil sie in dem Bau geschützt sind.
Heimat
Termiten sind in den Tropen und Subtropen Amerikas, Afrikas und Asiens zuhause. Manche Arten gibt es jedoch auch bis in die gemäßigten Klimazonen Europas und Nordamerikas.
Lebensraum
Termiten sind vor allem in den Regenwäldern, aber auch in Savannen zu finden. Ihre typischen Erdhügel, die mehrere Meter hoch werden können, sind dort häufig zu sehen.
Hier wurde ein Stück vom Termitenhügel entfernt, um hineinsehen zu können (Bild: SWR)Je nach Art unterscheiden sich die Bauten der Termiten: Manche Arten legen oberirdische Termitenhügel aus mit Speichel vermischter Erde an, manche unterirdische Erdnester oder Nester in Baumstämmen, und einige bauen sogenannte Kartonnester auf Bäumen. Am auffälligsten und bekanntesten sind kuppel-, pyramiden- oder säulenförmige Termitenhügel.
Die größten sind in Afrika zu finden: Sie werden bis zu sieben Meter hoch und haben einen Durchmesser von bis zu 28 Metern.
Termitenhügel sind steinhart und von Gängen und Zellen durchsetzt. In manchen Zellen werden die Larven herangezogen, andere dienen als Futterspeicher. Termitenbauten haben ein raffiniertes Lüftungssystem: Dank vieler Lüftungsschächte sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit immer gleich und es gibt genug frische Luft.
Manchmal sind mehrere Termitenhügel durch unterirdische Gänge miteinander verbunden - ein Termitenstaat kann also aus vielen Termitenhügeln bestehen.
Rassen und Arten
Eine Termite (Soldat) auf dem Termitenhügel (Bild: SWR)Man kennt etwa 2000 verschiedene Termiten-Arten, die in sieben Familien und 200 Gattungen eingeteilt werden.
Sie unterscheiden sich in Größe und Farbe ihres Körpers, sowie in der Form ihrer Baue.
Allen gemeinsam ist, dass sie in riesigen Insektenstaaten leben.
Autorin: Barbara Kiesewetter