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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Wechselkröte

Krötenwanderung

Autorin: Sandra Goller
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Immer im Frühling sind hunderte von Kröten, Frösche, und Salamander unterwegs, um ihre Eier abzulegen. Diese Wanderung ist gefährlich für die Tiere.
Wechselkröte (Bild: SWR)

Bufo viridis

Die Wechselkröte wird so genannt, weil sie ihre Färbung der Umgebung anpassen kann. Weil ihre Haut aber meist grün gefleckt ist, heißt sie auch Grüne Kröte.
Aussehen
Wechselkröte an Land (Bild: SWR)
Die Wechselkröte ist eine kleine Kröte. Sie gehört zu den Echten Kröten und damit zu den Lurchen; das sind Amphibien - also Lebewesen, die sowohl an Land als auch im Wasser leben.

Die Haut der Wechselkröten ist mit warzigen Drüsen besetzt.

Das ist übrigens bei allen Kröten so. Die Warzen sind eines der Unterscheidungs-Merkmale von Kröten und Fröschen.
Wechselkröten haben rote Warzen (Bild: SWR)
Wechselkröten sind hellgrau bis bräunlich gefärbt und tragen ein charakteristisches dunkelgrünes Fleckenmuster, das manchmal von roten Warzen durchsetzt ist.

Auf der Bauchseite sind sie dunkelgrau gefleckt. Sie können ihre Farbe jedoch der Umgebung anpassen.
Weibchen werden bis zu neun Zentimeter, Männchen bis zu acht Zentimeter groß.
Wechselkröten haben Schwimmhäute (Bild: SWR)
Die Männchen tragen außerdem eine Schallblase an der Kehle und zur Paarungszeit Verdickungen an der Innenseite der ersten drei Finger.

Ihre Pupillen sind waagrecht und elliptisch - ein typisches Kennzeichen der Echten Kröten.
Obwohl Wechselkröten an Land leben, haben sie Schwimmhäute zwischen den Zehen.
Heimat
Wechselkröten stammen aus den Steppen Zentralasiens. Die westliche Grenze von Deutschland ist zugleich etwa die westliche Verbreitungsgrenze der Wechselkröten, und so kommen sie heute von Deutschland bis nach Zentralasien vor. Sie leben jedoch auch in Italien, auf Korsika, Sardinien und den Balearen-Inseln sowie in Nordafrika.
Lebensraum
Wechselkröte im Wasser (Bild: SWR)
Wechselkröten mögen trockene, warme Lebensräume.
Meist sind sie im Flachland auf sandigen Böden, in Kiesgruben oder am Rand von Feldern und an Bahndämmen oder in Weinbergen zu finden.
Wichtig ist, dass sie von der Sonne beschienene Plätze finden und Gewässer, in die sie ihren Laich ablegen können.
Rassen und Arten
Bei uns gibt es noch die Erdkröte, die Knoblauchkröte und die Kreuzkröte. Die Wechselkröte ist an ihrer Färbung leicht zu erkennen. Von der Wechselkröte gibt es je nach Verbreitungsgebiet unterschiedliche Rassen.
Lebenserwartung
Wechselkröten werden maximal neun Jahre alt.
Autorin: Barbara Kiesewetter