Alltag

Wildschweine sind richtige Kraftpakete, die schnell rennen und sich mit ihrem keilförmigen Kopf und Körper leicht einen Weg durchs Dickicht bahnen können.
Manchmal legen sie auf ihren Streifzügen Strecken bis zu 20 Kilometern zurück.

Außerdem können sie kilometerweit schwimmen und besitzen ein gutes Gehör.
Zudem haben sie einen sehr feinen Geruchsinn. Damit können Wildschweine sogar Trüffelpilze riechen, die tief in der Erde liegen.
Freunde und Feinde
Das Wildschwein hat kaum noch natürlich Feinde, weil der Mensch Tiere wie Wolf, Bär und Luchs weitgehend ausgerottet hat.
Nachwuchs
Im November erkennt der Keiler am Geruch, dass die Bachen wieder paarungsbereit sind. Er gesellt sich zur Rotte, dem Familienverband der Wildschweine, und trägt mit gleich alten oder gleich starken Keilern heftige Kämpfe um die Bachen aus. Die jüngeren Keiler verziehen sich lieber, oder sie werden verjagt.

Die Tragzeit der Bache dauert vier bis fünf Monate. Kurz vor der Geburt setzt sie sich von der Rotte ab.
An einer geschützten Stelle wühlt sie eine Mulde in den Boden, die sie anschließend auspolstert. Darin kommen dann drei bis zwölf Frischlinge zur Welt.

Die Jungtiere haben von Anfang an Haare und können auch schon sehen. Sie wiegen zwischen 800 und 1.100 Gramm und werden etwa drei Monate lang gesäugt. Frischlinge sind leicht zu erkennen, weil sie anfangs eine besondere Zeichnung tragen: Auf dem dunkelbraunen Fell ziehen sich mehrere hellbraune Längsstreifen entlang.

Im Alter von etwa sechs Monaten verschwindet die Frischlingszeichnung. Mit neun bis 18 Monaten werden die Tiere geschlechtsreif. Nach zwei bis fünf Jahren sind sie ausgewachsen.
Wenn genug Nahrung vorhanden ist, können Bachen auch mehrmals in einem Jahr trächtig werden.