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Tierlexikon

Steckbrief
Verhalten
Pflege

Wüstenbussard


Harris Hawk, amerikanischer Habicht
Alltag
Wüstenbussarde sind sehr gesellige Tiere. Sie gehören zu den wenigen Greifvögeln, die im Familienverband leben.

Wüstenbussard auf der Hand eines Falkners (Bild: SWR)Wüstenbussarde gelten als klug und sind sehr beliebt bei Menschen, die mit Hilfe von Raubvögeln auf die Jagd gehen. Denn die Tiere lernen schnell. Und ihre Bindung an den Menschen ist sehr eng. So folgen sie etwa dem Falkner, wenn dieser bei der Jagd durch die Steppe streift.

Die Vögel fliegen dann von Baum zu Baum und warten immer, bis ihr Frauchen oder Herrchen sie wieder ein- oder überholt hat.
Freunde und Feinde
Wüstenbussarde haben eine große Abneigung gegen ihre Konkurrenten im Jagdgebiet: die Kojoten. In Europa gehalten wird diese Abneigung mitunter auf den Hund übertragen, der dem Kojoten ähnlich sieht. Es ist aber möglich einen Wüstenbussard an den Hund zu gewöhnen, so dass beide gemeinsam zur Jagd eingesetzt werden können.
Jagd
Krallen eines Wüstenbussards (Bild: SWR)Wüstenbussarde jagen gemeinsam unter der Führung eines älteren, erfahrenen Vogels. Dabei wenden sie auch Gruppenstrategien an. So teilt sich eine Familie in kleine Gruppen auf. Diese können einzeln jagen. Doch häufig scheucht eine Gruppe die Beutetiere auf, verfolgt sie und treibt sie aufs offene Gelände.

Dort lauern die Mitglieder der anderen Gruppe im Hinterhalt und erlegen schließlich die Beute.
Nachwuchs
Auch der Nestbau und die Aufzucht der Jungen sind Familiensache, um die sich alle gemeinsam kümmern. Die Familiennester liegen meistens auf Kakteen, Pinien oder Palmen. In guten Jagdgebieten können die Wüstenbussarde das ganz Jahr über Eier legen und Junge ausbrüten. Meistens legt das Weibchen die ersten drei bis fünf Eier im März. Viereinhalb bis fünf Wochen dauert es, bis die Jungvögel schlüpfen. Dann werden sie für weitere sechs Wochen gefüttert. Rund 40 Tage nach dem Schlüpfen wagen sich die jungen Wüstenbussarde daran, zum ersten mal das Nest zu verlassen.