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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Zitteraal

Drei Zitteraale schwimmen (Bild: picture alliance / dpa)

Electrophorus electricus

Zitteraale gehören zu den merkwürdigsten Süßwasserfischen: Sie können starke elektrische Schläge abgeben, mit denen sie ihre Beute erlegen.
Aussehen
Kopf eines Zitteraals  (Bild: SWR)
Zitteraale gehören nicht zu den Aalen. Sie bilden vielmehr eine eigene Unterordnung, nämlich die der Zitter- und Messeraale.
Da ihr Körper aussieht, wie der des bei uns heimischen Flussaals, werden sie aber trotzdem Aale genannt.
Zitteraale besitzen einen langen schlangenförmigen Körper mit einem breiten, abgeflachten Kopf und einem mächtigen Maul.
Verdickte Stelle hinter dem Kopf  (Bild: SWR)
Hinter dem Kopf ist der Körper etwas verdickt: In diesem Körperabschnitt sitzen alle Organe.

Der größte Teil des Fisches besteht aus dem langen Schwanz. Zitteraale werden bis zu 2,8 Meter lang und bis zu 20 Kilogramm schwer. Männchen werden deutlich größer als Weibchen.

Der Körper der Zitteraale ist im Querschnitt rund, sie besitzen keine Schuppen und auch keine Rücken-, Schwanz- und Bauchflossen.
Heimat
Zitteraale sind ausschließlich im tropischen Südamerika zu Hause. Am häufigsten findet man sie in den Strömen des Amazonas-Beckens und im Orinoko.
Lebensraum
Zitteraale sind reine Süßwasserfische. Sie bevorzugen die großen, ruhig fließenden Flüsse, deren Wasser schlammig und sauerstoffarm ist. In schnell fließenden Gewässern kommen sie nicht vor. Sie leben vor allem in Flüssen mit einer Temperatur von 23° bis 28° Celsius.
Rassen und Arten
Zur Unterordnung der Zitter- und Messeraale gehören vier Familien: Die Zitteraale, die Echten Messeraale, die Schwanzflossen-Messeraale und die Amerikanischen Messerfische. Insgesamt gibt es 40 verschiedene Zitter- und Messeraal-Arten.
Lebenserwartung
Über die Lebenserwartung der Zitteraale ist bislang nichts bekannt.
Autorin: Barbara Kiesewetter