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Das alte Schloss

 
Zeichnung: Kinder laufen an einen Weiher, auf dem Enten schwimmen (Bild: Gutenberg-Schule Dierdorf)
Zum Zoombild: Am WeiherAm Weiher
Heute hat sich Lea mit Nicole und Ramona verabredet. Sie treffen sich im Schlosspark zum Entenfüttern. Auf einer Parkbank sitzt eine alte Frau und schaut ihnen zu.
Sie erzählt den Mädchen, dass früher auf der Insel im Schlosspark ein Schloss stand und dass ihre Großmutter ihr eine Geschichte darüber erzählte:
Dort soll einmal eine schöne, aber leider auch sehr hochmütige Burgmannstochter gelebt haben. Sie wollte nur den reichsten Mann vom Westerwald heiraten. Alle anderen, die um ihre Hand baten, schickte sie weg. Dann kam der reichste Mann tatsächlich. Er kam mit einem Wagen voller Korn-, Weizen- und Geldsäcken und hielt um ihre Hand an. Das Fräulein aber war immer noch nicht zufrieden und wollte, dass der Mann auf die höchste Eiche im Schlossgarten kletterte. Der erfüllte ihren Wunsch, fiel aber leider herunter und war sofort tot.
Als die Burgmannstochter das sah, schämte sie sich und wurde sehr unglücklich. Jede Nacht lief sie von Unruhe getrieben um die Todeseiche herum, wandelte zum Holzbach und weinte dort. Bald starb sie, aber ihre Nachtgänge blieben. Erst als das Schloss und die Eiche verschwanden, war auch sie nicht mehr da.“
Die Mädchen hören der alten Frau gebannt zu. Als sie endet, steht ihr Entschluss fest: Über das alte Schloss wollen sie mehr erfahren.
Altes Bild eines Schlosses, vor dem ein paar Menschen stehen (Bild: Gutenberg-Schule Dierdorf)
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Das Dierdorfer Schloss
Das Schloss befand sich auf der Schlossinsel im Schlosspark.
Vor mehr als dreihundert Jahren (1701) begann man mit dem Bau des Schlosses. Nach 25 Jahren war es immer noch nicht fertig, schließlich hatte das Schloss auch eine Front von 45,5 m, eine Höhe von 14 m, und die beiden Ecktürme waren 21m hoch.
Im Schloss wohnte die Familie des Hauses Wied-Runkel. Als der Fürst zu Wied seinen Wohnsitz nach Neuwied verlegte, verfiel das Schloss immer mehr. Da das nötige Geld fehlte, um alles wieder in Ordnung zu bringen, wurde das Schloss 1902 gesprengt. Zum Glück verwendete man die Steine für den Bau eines weiteren Gebäudes.
Gekocht wurde übrigens nicht im Schloss, sondern in einem eigenen Gebäude, der Schlossküche. Sie stand an der Neuwieder Straße, gegenüber der katholischen Kirche. Die Schlossküche wurde bei dem Bombenangriff auf Dierdorf 1945 zerstört.
Zeichnung: gelbes Haus mit rotweißen Fensterläden und viel Efeu auf der Wand (Bild: Gutenberg-Schule Dierdorf)
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Das Mausoleum
Ein Mausoleum ist eine Grab- und Gedächtnisstätte. Dort werden bedeutende Menschen begraben.
1816 beschloss der damalige Fürst Karl zu Wied-Runkel, auch für seine Familie solch eine Grab- und Gedächtnisstätte mit einer Gruft im Schlosspark bauen zu lassen.
Das Mausoleum steht heute noch an der Neuwieder Straße in der Nähe der Hanallee. Schau' mal durch die Tür in das Innere des Mausoleums.
 
Gutenberg Grundschule, Klasse 3 und 4 
Letzte Änderung am 14. Juni 2007
 
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