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Recycling-Häuser

 
"Wenn ihr mich noch ein Stück begleiten wollt, dann zeige ich euch noch zwei Gebäude, die ganz in der Nähe meiner Wohnung stehen. An diesen Gebäuden könnt ihr sehen, wie sparsam die Leute früher mit den Dingen umgegangen sind, und welche guten Einfälle man hatte, um Sachen wieder zu verwenden. Als nämlich das alte Schloss abgerissen wurde, baten die Dierdorfer darum, die Steine haben zu dürfen, um ein anderes Gebäude damit aufbauen zu können. Und das Gleiche machten sie mit den Steinen eines der ehemaligen Stadttore."
"Das ist ja cool!", findet Ramona. "Du meinst, die haben damit quasi Recycling-Häuser gebaut?"
Die alte Schule am Dämmchen
Zeichnung: Ein großes graues Haus mit vielen Fenstern (Bild: Gutenberg-Schule Dierdorf)
Zum Zoombild: Schule am DämmchenSchule am Dämmchen
Die alte Schule am Dämmchen wurde 1838 für die evangelischen Dierdorfer Schulkinder eingerichtet. Die katholischen und jüdischen Kinder gingen in eigene Schulen. Die Schüler aus Giershofen, Wienau, Elgert und Brückrachdorf hatten damals noch keinen langen Schulweg nach Dierdorf, sondern besuchten die Volksschulen in ihren Dörfern.
Beim Bau der Schule war man sehr sparsam, denn man verwendete die Steine vom Abbruch der alten Stadttore.
Noch 1960 saßen nicht selten mehr als 50 Kinder aus verschiedenen Klassenstufen in einem Klassenraum. Da kannst Du Dir vorstellen, dass alle Schüler sehr leise sein mussten. Ältere Schüler halfen den jüngeren beim Lesen und Rechnen. Die Lehrer waren sehr streng und erwarteten von ihren Schülern, dass sie gehorchten. Ansonsten gab es Schläge.
Der Schulhof war übrigens auf dem Dämmchen. Dort spielten und tobten die Kinder ohne Rutsche, Schaukel und Klettergerüst. Turnhallen gab es natürlich auch noch nicht. Im Sommer fanden die Sportstunden im Schlosspark und auf dem Dämmchen statt, im Winter fielen sie aus.
1965 wurde mit dem Neubau der heutigen Grund- und Hauptschule begonnen und die alte Volksschule aufgegeben.
Zeichnung: Dach einer Kirche mit einem großen Turm (Bild: Gutenberg-Schule Dierdorf)
Zum Zoombild: Die evangelische KircheDie evangelische Kirche
Die evangelische Kirche
Um das Jahr 1900 befand sich das Kirchenschiff in einem sehr schlechten Zustand, der Kirchturm dagegen war noch gut erhalten. So beschloss man ein neues Kirchenschiff zu bauen.
Zur gleichen Zeit wurde das Schloss gesprengt, und die Kirchengemeinde erhielt für den Neubau des Kirchenschiffes die alten Steine als Geschenk des Fürsten zu Wied.
In den Jahren 1903 – 1904 wurde dann die neue Kirche gebaut.
 
Gutenberg Grundschule, Klasse 3 und 4 
Letzte Änderung am 14. Juni 2007
 
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