Lesefutter
Buchtipps
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LIEBLINGSBÜCHER DER REDAKTION

Jeanette Winterson: Tanglewreck - Das Haus am Ende der ZeitAus dem Englischen von Monika SchmalzVerlag Bloomsbury – Kinderbücher und JugendbücherGrade war das Mädchen Silver noch im Gewahrsam ihrer angeblichen Tante, Mrs Rockaby, und mit einem Mal ist alle Welt hiner ihr her, weil sie den Timekeeper finden soll.Denn die Zeit ist aus den Fugen geraten – Zeittornadoes wirbeln Menschen durch die Jahrhunderte und der skrupellose Abel Darkwater kämpft mit der aalglatten Regalia Mason um die Ware "Zeit", und damit um die Macht über die Welt. Ein toller Zeitkrimi! Und wem das Buch gefallen hat:

Trenton Lee Stewart: Die geheime Benedict-GesellschaftAus dem Englischen von Werner Löcher-LawrenceBloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher"Bist du ein begabtes Kind, das nach besonderen Herausforderungen sucht?" Mit dieser Zeitungsanzeige beginnt Reynie Muldoons Abenteuer.Nach kniffligen Prüfungen wird er gemeinsam mit drei anderen Kindern von Mr. Benedict auf geheime Mission geschickt. Sie sollen den ebenso genialen wie skrupellosen Mr. Curtain ausspionieren... Wer weiterlesen will: Es gibt zwei Fortsetzungs-Bände.
Lena Kugler: Bo im Wilden LandVerlag FischerIn ganz Katanien sind mit einem Mal die Drachen verschwunden. Was soll Bos Vater jetzt machen – grade erst hat er doch sein Heldendiplom bekommen. Doch ohne Drachen gibt's keine Helden und daher macht sich Bo auf eine abenteuerliche Reise, um die Drachen zu suchen...
Marjolijn Hof: Mutter Nummer NullAus dem Niederländischen von Meike BlatinikVerlag Bloomsbury MUTTER NUMMER NULL ist ein spannendes Buch, das die Geschichte eines Jungen erzählt, der wissen will, wer er ist. Es ist aber auch die Geschichte seiner Adoptiveltern, und die seiner - ebenfalls adoptierten - Schwester.
Aber keine Angst - es ist keine schrecklich traurige Geschichte, die Marjolijn Hof geschrieben hat, sondern eine wunderschöne Familiengeschichte. Fee wusste immer, dass er adoptiert worden war, aber wie jedes Kind will er erfahren, woher er kommt und er denkt viel über seine leibliche Mutter nach. In Gedanken nennt er sie Mutter Nummer Null. Warum? Nun - erst hatte er überlegt, sie Mutter Nummer Eins zu nennen, doch das hätte geheißen, dass seine Adoptivmutter, die Mutter, die er kennt und liebt, Mutter Nummer Zwei geworden wäre und das, so findet Fee, wäre ungerecht.
Edward van de Vendel: Zwei Millionen SchmetterlingeAus dem Niederländischen von Rolf ErdorfIllustriert von Carll CneutVerlag Boje Warum Rufus auf Wanderschaft geschickt wird, weil er in der Nacht die Schmetterlinge gesehen hat, weiß er nicht. Doch er folgt ihnen. Warum er das tut, weiß er aber nicht. Und niemand kann es ihm sagen. Denn er muss selber draufkommen.
Ein Buch wie Schokolade – süß und ein wenig bitter. Und ganz einfach ein Genuss!
Menena Cottin: Das schwarze Buch der FarbenAus dem Spanischen von Helga PreugschatIllustrationen von Ronana FaríaVerlag Fischer Schatzinsel Mattschwarz und glänzendschwarz ist dieses Buch - und doch sind alle Farben des Regenbogens drin enthalten. Es ist ein Buch, das Sehende das Sehen ganz neu genießen lässt; für Blinde ist der Text auch in Braille-Schrift vorhanden. Und auch die glänzend schwarzen Bilder von roten Erdbeeren, grünem Gras, blauem Himmel, grauem Regen oder goldener Sonne kann man ertasten.
Gila Lustiger: Herr Grinberg und Co.Eine Geschichte vom GlückVerlag Bloomsbury In diesem Buch geht es um Herr Grinberg, seine Hündin Holstein, das naseweise Mädchen Mathilda, den anfangs traurigen Paul, dessen Großmutter gestorben ist, Herr Grinbergs Haushälterin Mirabella aus Italien, die dicke und unglückliche Tina, den kleinen Luca, jede Menge Rätsel, Fragen, große und kleine Geheimnisse und um ein geheimnisvolles Buch der Fragen... Auf fast jeder Doppelseite befinden sich lustige und kleine Bilder, die einem zum Schmunzeln bringen oder zum Nachdenken anregen. In jedem Kapitel gibt es drei bis fünf Fußnoten, die am Ende jedes Kapitels ausführlich erläutert werden. Gila Lustigers besonderer und außergewöhnlich toller Schreibstil erinnert mich teilweise an Janosch.
Brian Selznick: Die Entdeckung des Hugo Cabret- Ein Roman in Worten und BildernAus dem Amerikanischen von U.-M. GutzschhahnVerlag cbj Bevor man beginnt, die Geschichte zu lesen, sollte man die 21 Seiten mit schwarz-weißen Bildern nicht einfach zu überblättern, sondern sie sich ganz genau anzusehen. Die sind nämlich – wie man in der Kinosprache sagt – der "Vorfilm". Und erst, wenn man genau hingesehen hat, sollte man beginnen, die Geschichte zu lesen – die Geschichte eines Waisenjungen, der fünf Schätze hat, um die er kämpfen muss: eine geheimnisvolle Zeichnung, ein liebevoll gehütetes Notizbuch, einen gestohlenen Schlüssel, einen mechanischen Mann und eine verborgene Botschaft von Hugos verstorbenem Vater, der Uhrmacher war und bei einem Feuer ums Leben kam. Er hatte den mechanischen Mann entdeckt. Nun aber ist Hugos Vater tot und für den Jungen beginnt ein Abenteuer, das ihn nicht nur in gefährliche Situationen bringt, sondern zu den Anfängen des Kinos führt. Und das ist auch der Grund, warum die Geschichte nicht nur geschrieben, sondern auch gezeichnet ist – Filmbilder sind es, mit Text dazwischen. Und beides zusammen ergibt eine ganz tolle Geschichte...
Jean-Claude Mourlevat: Tomek Der Fluss, der rückwärts fließt und
Jean-Claude Mourlevat: Hannah Der Fluss, der rückwärts fließt Aus dem Französischen von Tobias Scheffel Verlag Carlsen "Schon die Bucheinbände sind außergewöhnlich schön gestaltet. Mir hat die Geschichte - auf zwei Bücher verteilt - persönlich sehr gut gefallen. Sie ist wirklich sehr spannend und gut geschrieben. Man kann sich richtig gut in die Personen hinein versetzen und erlebt das Abenteuer sozusagen mit. Ich kann nicht viel an dem Buch kritisieren.

Aber komisch fand ich, dass das Buch "Hannah" in Ich-Form und das Buch "Tomek" in Erzähl-Form geschrieben ist. Ich fände es viel besser, wenn das Buch "Tomek" auch in Ich-Form geschrieben wäre.
Mehr kann ich eigentlich nicht schreiben, nur dass ich es total super finde: Zwei Bücher aber nur eine Geschichte! Vor allem die Sache mit dem rückwärts fließenden Qjar- Fluss finde ich fantastisch. Es ist einfach mal was anderes und super zu lesen. Ich gebe den Büchern die Note 1 und empfehle sie natürlich weiter. Diese Bücher muss man einfach gelesen haben!!!"
SWR2 Spielraum-Kind Christine, 12 Jahre, Hüfingen

Mari Ronberg: Das verlorene Buch von Montamar
Mit Zeichnungen von Neele Böckmann
Verlag Coppenrath
Eine spannende Fantasygeschichte, ohne interessante Figuren kann es gar nicht geben, eine Fantasygeschichte aber, in der die Autoren und die von ihnen erfundenen Geschichten die Hauptrollen spielen - das ist neu, denn auf der Insel Montamar leben nicht nur normale Menschen, sondern auch jede Menge Schriftsteller, die ihre Figuren hier "figurisieren" lassen. Das heißt: sie bringen sie zum Zensoriat, wo sie - nach genauer Prüfung - zum Leben erweckt werden. Lasst euch nicht schrecken von der dicken Schwarte - wenn ihr mal mit Lesen angefangen habt, könnt ihr nicht so schnell wieder aufhören!
Michael Molloy: Die Hexen der Finsternis
Aus dem Englischen von Annette von der Weppen
Chickenhouse Verlag
Ganz dunkel kann Abby sich erinnern, dass es in Speller eine Zeit gegeben hatte, in der sie nicht das einzige Kind im Dorf war. Doch sie war noch sehr klein damals. Und dann, an einem Tag nach einem heftigen Sturm, wird Spike am Strand gefunden, der Junge mit dem sonderbar schlüpfrigen Schwimmanzug. Abby ist froh, dass sie nun einen Spielgefährten hat, doch erst, als Captain Starlight im Leuchtturm einzieht, fangen die beiden Kinder an, sich zu fragen, warum sie die beiden einzigen Jungen in Speller sind. Und erfahren von den Hexen der Finsternis, von denen Schlimmes zu befürchten ist und deren Tun gestoppt werden muss...
Jutta Richter: Hexenwald und Zaubersocken
Eine Geschichte vom Glück
Carl Hanser Verlag
Was tut eine junge Hexe in ihrem windschiefen Häuschen im Wald? Sie kocht - wie alle Hexen - Hexensuppe. Sie zaubert jeden Tag der Woche einen anderen Zauber und sie strickt Socken. Rote Socken. Und sie wartet... Worauf wartet sie? Darauf, dass sie nicht mehr so einsam ist.
Natürlich sind die roten Socken, die die junge Hexe Karla strickt Zaubersocken, die sich die Menschen, von denen sie getragen werden wollen, selber aussuchen. Und so gelangt ein Paar der roten Socken zu Robert, dem Kohlenträger. Robert, der überall, wo er hinkommt, Geschichten sammelt, scheint einer zu sein, der der Richtige für Zaubersocken ist. Und so führt ihn sein Weg eines Tages in den Hexenwald... Und damit - nein! Die Geschichte wird natürlich nicht verraten. Nur so viel: es ist eine zauberhafte Geschichte.
Jill Murphy: Eine lausige Hexe eilt zu Hilfe
Aus dem Englischen von Uta Kösters
Diogenes Verlag
In der Hexenakademie geht's zu wie in jeder anderen Schule - da gibt's gute und schlechte Schülerinnen, nette Mädchen und schreckliche Zicken, Streberinnen und einfallsreiche Mäuschen, die als unbegabt gelten, weil sie so schüchtern sind. Und wenn eine Streberin einem schüchternen Mäuschen eine Hausarbeit klaut, gibt das natürlich eine turbulente, spannende und auch komische Hexengeschichte, in der es um Zaubersprüche, magische Tiere, strenge und nette Lehrerinnen, fliegende Besen und Freundschaften geht.
Peter Pohl: Anton ich mag dich
Aus dem Schwedischen von Brigitta Kicherer
Carl Hanser Verlag
Jojo ist es wichtig ist, die richtigen Wörter zu finden, um Anton zu beschreiben. Aber es geht in dem Buch nicht - wie man vermuten könnte - um eine Liebesgeschichte, sondern darum, dass Jojo langsam draufkommt, dass Anton, der Fußballheld und Hobbyzauberer nicht der ist, als der er sich vor der Klasse gibt. Jojo bewundert Anton - und doch sind da viele Fragen, auf die Anton eher Ausflüchte als Antworten hat: Warum zum Beispiel darf niemand ihn zuhause besuchen? Woher hat er die vielen teuren Handys? Woher zum Beispiel hat er seine immer neuen teuren Handys? Und Jojo kommt drauf, dass es nicht einfach ist, jemanden zu beschreiben, den man gar nicht wirklich kennt...
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