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Israel und Palästina

Ein Land braucht Frieden

 
Nachrichten aus dem Nahen Osten sind selten gute Nachrichten: Es geht um gescheiterte Friedenspläne, Krieg, Hass und Gewalt. Aber wie kam es überhaupt zu dieser Krise?
 
 
Der Konflikt:
Karte von Palästina (Bild: SWR)
Palästina ist klein. Vom Mittelmeer zum Jordan, der Grenze zum Nachbarland Jordanien, sind es gerade mal 70 Kilometer, so weit wie ein Wochenendausflug.
In einem Teil dieses Gebiets, das seit Jahrhunderten Palästina heißt, gibt es seit 1948 den Staat Israel. Dort leben mehrheitlich Juden.
Einen Staat mit dem Namen Palästina für die palästinensischen Araber soll es dort eines Tages auch geben. Im Moment verwalten die Palästinenser dort Teile der "Palästinensischen Gebiete", das sind der Gazastreifen am Mittelmeer und das Westjordanland an der Grenze zu Jordanien.
Der Streit zwischen Israelis und Palästinensern dreht sich darum, wo genau die Grenzen verlaufen sollen. Radikale auf beiden Seiten wollen das ganze Gebiet für ihre Gruppe. Doch sowohl Israelis als auch Palästinenser haben kein anderes Zuhause. Nur gemeinsam können sie eine Lösung finden.
Jerusalem
Gleich drei Religionen, die sich auf Abraham als Stammvater berufen - Judentum, Christentum und Islam - haben in Jerusalem wichtige heilige Stätten.
Sie liegen nur wenige Schritte auseinander.
Klagemauer in Jerusalem, dahinter die goldene Kuppel des Felsendoms (Bild: dpa Picture-Alliance)
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Heiligtum für Juden
Salomon, der König von Juda und Israel, regierte im 10. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Bis 70 n.Chr. war Jerusalem die Hauptstadt der jüdischen Könige.
Dann zerstörten die Römer die Stadt. Nur die westliche Begrenzungsmauer des Tempelbezirks ist erhalten: die Klagemauer.
Der Felsendom mit seiner goldenen Kuppel (Bild: dpa Picture-Alliance)
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Heiligtum für Muslime
Ungefähr 600 Jahre danach ließen arabische Kalifen den Felsendom und die Al Aqsa Moschee bauen. Sie stehen auf dem Gelände des zerstörten zweiten jüdischen Tempels, ganz in der Nähe der Klagemauer.
Im zwölften Jahrhundert eroberten Kreuzritter Jerusalem. Solange sie herrschten, bis 1187 nach Christus, wurde die Al Aqsa Moschee als Festung genutzt.
Prozession im Innenraum der Grabeskirche (Bild: dpa Picture-Alliance)
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Heiligtum für Christen
Für die Christen ist Jerusalem etwas Besonderes, denn für sie ist Jesus Christus hier begraben worden und wieder auferstanden.
Die Grabeskirche, die auch Auferstehungskirche heißt, ist ein besonderer Anziehungspunkt für christliche PilgerInnen, denn sie soll über dem Grab von Jesus Christus erbaut worden sein.

Hauptstadt
Der Staat Israel hat Jerusalem zu seiner Hauptstadt gemacht. Doch die meisten Länder unterhalten ihre Botschaften in Tel Aviv. Sie meinen, Jerusalem solle weder Israelis noch Palästinensern allein gehören, weil die Stadt für alle wichtig ist.

Im Mai 2018 hat Präsident Trump die US-Botschaft nach Jerusalem verlegt. Es gab Widerspruch und Proteste, denn die Menschen fürchten, dass dieser Umzug dem Friedensprozess weiter schadet.
Viele wünschen sich, dass Jerusalem endlich Frieden findet und wieder zu einem Ort der Begegnung wird.
 
Autorin: Aurelia Amann
 
Letzte Änderung am 03. Juli 2018